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10 Jahre Schandmaul – Im Partybus Nr. 5 nach München

Trier-Mainz
Am Donnerstag bin ich nach der Uni nicht wie üblich in den Regionalexpress gen Heimat gestiegen. Stattdessen setzte wurde an der Pearl die Segel gesetzt und Kurs auf Mainz genommen, wo ich mit einem guten Teil des Landesrudels einen netten Raclettabend verbracht hatte. Das aber nur am Rande, denn nach einer guten aber kurzen Nacht beim Genge ging es zum Mainzer Hauptbahnhof, wo die eigentliche Tour des Wochenendes beginnen sollte.

Mainz-München
Im Vorfeld hatte ich mir ein paar Sorgen gemacht, dass ich den Treffpunkt nicht finden könnte. Völlig grundlos: Viel schwarze Kleidung und Karoröcke der bereits Wartenden lotsten mich problemlos hin. Der Bus kam pünktlich, wir stiegen ein, es gab das obligatorische Festivalbändchen und es konnte los gehen. Nach München ist es ein gutes Stück. Umso wichtiger, dass der Bus bestens ausgestattet war: Ein Kühlschrank mit Bier, ein Bordklo. Was braucht es mehr für einen perfekten Wasserkreislauf?
Ich kannte niemanden im Bus. Die betonung liegt auf “kannte. Zunächst hörte ich auf einem Sitz hinter mir die Signalwörter “Lager”+”Wölfling”+”Halstuch” in Kombination und schon hatte ich zwei BdPler aus Wiesbaden aufgetrieben. Aber auch der Rest der Besatzung stellte sich als sehr cooler Haufen heraus. So wurden wir ziemlich flott zu einer guten Gemeinschaft inklusive “Partybus Nummer 5″ Schlachtruf.
Die Zeit im Bus verging recht flott, dank Musik, Poker und pro Nase einer Schandmaul-Tüte mit allerlei Süßkram.

Das Konzert
In München warfen wir schnell unsere Sachen in die für uns vom Veranstalter reservierte Jugendherberge und eilten dann zum Bus zurück, der uns bis zum Zenith brachte. Wir “Busfahrer” waren mit die ersten, die dort eintrafen und standen in der Schlange relativ weit vorne. Hat noch ein bisschen gedauert bis zum Einlass. Erkenntnis: Man kann 7000 Erwachsene Menschen prima dadurch bei Laune halten, dass man ihnen einen Luftballon zuwirft.
In der Halle bekamen wir einen recht guten platz und erlebten eine fantastische Show mit allem was das Herz des Schandmaulfans begehrt. Ein Querschnitt an Songs von allen Alben, viele die ich noch nie live gehört hatte, und eine geniale Stimmung in der Halle liessen die fast 3 3/4 Stunden, inklusive 3 Zugaben, wie im Flug vergehen. Den Schandmäulern merkte man ebenso wie dem Publikum an, dass dies ein besonderes Konzert war. Gastauftritte u.a. von Frau Schmitt von Subway to Sally und diversen Mitgliedern der Letzten Instanz taten ihr übriges. Ich freue mich schon sehr auf die DVD.
Nach dem Konzert brachte uns der Bus wieder zur Herberge, wo ich nichts anderes mehr tun konnte als ins Bett fallen.

München
Den Wecker hätte ich dank der üblichen Schlaflosigkeit nicht gebraucht. Um halb acht wurde ich wach und konnte vor dem allgemeinen Andrang unter die Dusche springen. Über die Jugendherberge in München Neuhausen kann ich nur gutes sagen. Es ist sauber, man wird freundlich empfangen und das Frühstück ist Jugendherbergsverhältnisse ausgezeichnet. Über den Preis kann ich nichts sagen, der war wie Busfahrt und alle Eintirtte in meinem Kombiticket enthalten.
Den Tag verbrachte ich mit Claudi in München, wo wir einige ihrer Freundinnen aus Studienzeiten besuchten, Kaffee tranken und ausgiebig sightseeing betrieben haben. Mit dem Tagesticket für die Münchner U-Bahn zu 5 Euro alles kein Problem.

Die Party
Für den Abend stand die Jubiläumsparty im Backstage an. Ich rechnete mit passender Mucke aus der Dose und vielleicht einer kleinen Autogrammstunde. Zuerst sah auch alles danach aus, doch einige Überraschungen sollten folgen. Die größte und tollste war, dass plötzlich die Letzte Instanz die Bühne enterte und noch mal ein komplettes Konzert spielte, allerdings nicht mit eigenen Titeln, sondern hauptsächlich Stücken von Schandmaul. Sehr genial. Es folgte eine durchtanzte Nacht und mein jubiläums T-Shirt zieren nun die Unterschriften aller sechs Schandmäuler.

Heimreise
Der Rest ist unspektakulär. Der Bus brachte uns am Sonntag zügig zurück nach Mainz. Unterwegs machten wir Gruppenfotos und sammelten für den Busfahrer. Hatte schon irgendwie was von Klassenfahrt das alles. Ich wollte an diesem Abend nicht mehr unbedingt fahren und blieb noch eine Nacht bei Andi, bevor ich heute morgen direkt weiter zur Uni fuhr.

Fazit
-Tolle Leute und einige neue Freunde bei diversen Social Network Portalen
-Wundervolles Konzert von und mit Schandmaul
-Schöner Tag in München mit Claudi
-Geile Jubiläumsparty, vor allem dank genialem Auftritt der Letzten Instanz
-Sehr, sehr gute Organisation der gesamten Tour durch Headline Concerts
Macht unterm Strich eines der gelungendsten Wochenenden seit langem.

1 Jahr, 1 Monat, 7 Tage, 4 Stunden, 18 Minuten und 03 Sekunden

Ticketgutschein

SCHANDMAUL TICKETGUTSCHEIN

Der Grüne Gutschein wird am 14.11.2008 im Bus gegen Original Tickets Umgetauscht!
Weitere Infos wie Treffpunkt und Abfahrtszeiten werden in ca. 1 Jahr vor dem Grossen Wochenende per Rundmail mitgeteilt.

Bis bald und viele Grüsse

Das steht auf dem Zettel, der meinem Gutschein beilag. Erst vor zwei Tagen hatte ich die Karte online bei Headline Concerts geordert.

Ich werde also am 14.11.2008 dem Jubiläumskonzert meiner Lieblingsband in München beiwohnen. Das dauert im Moment noch genau so lange, wie es im Posttitel steht.
Aber nicht nur das. Mit dem Gutschein kann ich von Mainz aus mit dem “Luxus Reisebus” nach München und zurück fahren. Ausserdem sind im Preis noch zwei Übernachtungen in der Jugendherberge und die Jubiläumsparty am Samstag enthalten, neben dem eigentlichen Konzert natürlich.

Die Karte war ein Geschenk von mir an mich selbst, zu vier bestandenen Klausuren im letzten Semester und dafür, dass ich in Irland so sparsam war.
Jetzt habe ich über ein Jahr lang etwas, worauf ich mich freuen kann!
Wer auch hin möchte besucht am besten die Info Seite, extra zum Jubiläum.

Die schnelle Lieferung hat auch meinen, zuletzt etwas ledierten Glauben an Online-Shopping wieder hergestellt.

P.S.: Bevor irgendwelche Witzbolde auf dumme Ideen kommen: Ein Ausdruck des Gutscheins bringt, auch bei entsprechender Retusche und passendem Papier, nichts. Durch eine Prägung kann man echt von falsch sofort unterscheiden.






Zeo