Als ich die Hausarbeit zum Attentatsmotiv in Macbeth abgegeben habe muss ich wohl besoffen gewesen sein:
-Seite 14 und 15 vertauscht
-Literaturverzeichnis doppelt drin
-Auf dem Titelblatt steht “$. Fachsemester”
Trotzdem bestanden.
examensarbeit edition
Als ich die Hausarbeit zum Attentatsmotiv in Macbeth abgegeben habe muss ich wohl besoffen gewesen sein:
-Seite 14 und 15 vertauscht
-Literaturverzeichnis doppelt drin
-Auf dem Titelblatt steht “$. Fachsemester”
Trotzdem bestanden.
Es ist etwa 20 Uhr am Vorabend des Abgabetermins und tatsächlich: Die Arbeit ist fertig! Ausdrucken, abheften und morgen beim Prof in den Briefkasten. Aber Moment… irgendwas war da doch noch. Ach ja! Meine miserable Rechtschreibung und desolaten Kenntnisse in Zeichensetzung (beides ist übrigens im Deutschen schlechter als im Englischen).
Zum Glück bin ich selbst ein grundsätzlich hilfsbereiter Kerl und so gibt es eigentlich immer jemanden der glaubt mir einen Gefallen zu schulden, den ich dann breitschlagen kann noch schnell drüber zu lesen.
So endet die Geschichte meiner Hausarbeiten. Die meisten werden auf die Art und weise sogar ganz gut. Zum dem Zeitpunkt, an dem ich dies schreibe befinde ich mich übrigens am Ende der Phase des schlechten Gewissens. Bis dieser Beitrag veröffentlicht wird dürfte die Hausarbeit also eigentlich fertig sein.
Update: Ja, ist sie.
Wir befinden uns nun etwa 4 Tage vorm Abgabetermin. 20 Seiten sollen es mal werden, die bisher getippte Einleitung ist gerade mal eine Seite lang. Also ab auf den Hosenboden. In dieser Phase klingelt bei mir auch in den Ferien der Wecker, bei humanen 8:30. Wenn ich später aufstehe ist eine meiner produktivsten Zeiten am Tag schon vorbei. In den folgenden dreieinhalb Tagen stehe ich von Morgens bis Abends wirklich nur zum Essen und zum… naja… ihr wisst schon vom Arbeitsplatz auf. Ansonsten tippe ich durch. Da bedarf es natürlich einiger probater Hilfsmittel. Hier mein Ranking:
3. Platz: Schokolade, Gummibärchen usw.
Darauf greife ich eher selten zurück, eigentlich nur in Notsituationen. Selbst dann bevorzuge ich Schokolade beim schreiben in der flüssigen Form Kakao. Alles andere gibt hässliche Flecken auf dem weißen MacBook.
2. Platz: Salzstangen
Weniger aus Hunger als aus Gründen der Nervenberuhigung stopf ich mir davon durchaus mal eine ganze Packung rein, während ich am Schreibtisch sitze. Keine Ahnung warum ausgerechnet die, vielleicht eine art Tick oder Aberglaube.
1. Platz (man ahnt es wohl schon): Kaffee
Ich trinke ja immer ziemlich viel davon, aber in diesen dreieinhalb Tagen unterstütze ich die Wirtschaft der KPS (=Kaffee produzierende Staaten) ganz enorm.
In diesen drei Tagen bleiben ausserdem einige Computerprogramme aus als da wären: Adium, Mail, und der Feedreader. Im Browser meiner Wahl meide ich Seiten wie StasiVZ, wer-hasst.wen.de, duTube und ähnliches. So geht es einigermaßen flott voran, die letzte Phase steht bevor.
Die Phase des schlechten Gewissens wird bei mir immer durch ein sehr konkretes Ereignis beendet, nämlich durch eine eMail von der universitären Bibliothek, die mich daran erinnert, dass in einer Woche die Leihfrist für die Bücher endet, die ich auf dem Höhepunkt der Phase des guten Willens ausgeliehen habe. Bis zum Abgabetermin sind es jetzt für gewöhnlich noch etwa sieben Tage, von denen die Präparatorische Phase zwei bis drei einnimmt. Was geschieht in dieser Phase?
Nach dieser, schon ziemlich arbeitsreichen Phase kann es endlich losgehen.
Die Phase des schlechten Gewissens ist wohl die unspektakulärste Phase, aber sie bietet die Möglichkeit zu einigen Selbsterkenntnissen:
Der Unterschied zur Phase des guten Willens ist eigentlich nur die, dass die Phase des schlechten Gewissens ehrlicher ist, weil man nicht mehr versucht seine Faulheit zu verdecken, sondern sich höchstens ein bisschen schlecht wegen ihr fühlt. So langsam wird es nämlich brenzlig, den Termin einzuhalten…
Die Phase des Guten Willens sind eigentlich mehrere kleine, kurz aufeinander folgende Phasen. Nach der langen Verdrängungsphase hat sich die Hausarbeit schmerzlich ins Gedächtnis zurück gebracht. Wie jedes mal hat man sich vorgenommen, diesmal wirklich ordentlich zu arbeiten und die letzten 4 Wochen dafür auszunutzen. Der gute Wille ist da. Soweit zur Theorie.
In Wirklichkeit hat man natürlich überhaupt keine Lust auch nur einen Finger krumm zu machen. Um vor sich selbst nicht das Gesicht zu verlieren beginnt man tatsächlich mit Kleinigkeiten, die jeweils nur ein paar Minuten in Anspruch nehmen, jedoch das Gefühl verschaffen “Ich habe angefangen.”
Zwischen diesen Handlungen können durchaus mehrere Tage liegen. Der Gipfel der Phase des guten Willens ist der Gang zur Universitätsbibliothek. Dort werden dann alle relevanten Bücher ausgeliehen, die man für die Hausarbeit benötigt. Beziehungsweise die beiden von 15 relevanten Büchern, die nicht entweder von anderer Seite ausgeliehen, vermisst oder erst gar nicht vorhanden sind. Sollte der Gipfel nicht gleichzeitig auch das Ende der Phase des guten Willens sein kann zu den o.g. Punkten noch das hin und hertragen der Bücher von A nach B hinzugezählt werden. Diese Phase Endet dann, wenn auch die Kreativität zum Erfinden von Scheinaufgaben ein Ende findet. Und wie es weiter geht, seht ihr nach der nächsten Maus.
Die Verdrängungsphase dauert bei mir in der Regel vom letzten Veranstaltungstermin bis etwa vier Wochen vor dem Abgabetermin.
Wie der Name schon sagt wird in dieser Phase mehr oder minder erfolgreich verdrängt, dass eine Hausarbeit geschrieben werden muss. Diese Zeit kann auf verschiedenste Arten gefüllt werden:
Mit “dauert in der Regel bis vier Wochen vor Abgabetermin” ist übrigens wirklich nur der Durchschnitt gemeint. Es kann durchaus auch mal länger sein. Diese Phase endet zumeist abrupt durch einen Blick auf den Kalender, der an den Abgabetermin erinnert. Wer glaubt, als nächstes käme jetzt so was wie “Arbeitsphase” sollte morgen wieder hier rein schauen.
Vor längerer Zeit habe ich ja schonmal geschrieben, wie meine Klausurvorbereitung läuft.
Aus gegebenem Anlass werde ich jetzt mal in einer kleinen Serie meine Art analysieren, eine Hausarbeit zu schreiben. Dabei kristallisieren sich verschiedene Phasen heraus.
1. Die Prä-Präparatorische Phase
Diese Phase erstreckt sich im Normalfall von dem Moment der Anmeldung bis zum letzten Termin des Seminars, in dem die Hausarbeit zu schreiben ist. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Kreis an möglichen Themen der Hausarbeit zunehmend deutlicher Wird. Eine erste Entscheidung ist ja durch die Wahl des Seminars schon getroffen. Als nächstes folgt die Wahl eines Referatsthemas, bei der man sich sowieso meist nicht anhand des Themas sondern des passenden Termins entscheidet. Der ist dann im Normalfall schon belegt und um nicht ganz mit leeren Händen dazustehen nimmt man eben was übrig bleibt. Zumeist sind dies Gruppenreferate. Bei Referatsgruppen gibt es grob drei Typen:
Ein Phänomen bei allen “Gruppen”-Referaten ist, dass nie sonderlich viel in der Gruppe gearbeitet wird. Auch das finde ich nicht weiter verwerflich sondern halte es für eine Anpassung an die Rahmenbedingungen. Die Stundenpläne sind voll und jeder hat einen anderen. Viele Kommilitonen wohnen, wie ich, nicht in der Universitätsstadt. Somit ist es meistens schon eine Leistung sich nur ein mal ausserhalb des Seminars zu treffen, von regelmässigen Vorbereitungsrunden ganz zu schweigen. Dank moderner Kommunikationswege (Instant Messaging, Social Networking und die gute “alte” eMail, vielleicht sogar mal das Telefon) ist das auch kein großes Problem.
Nun hat man also ein Teilthema eines Gruppenreferats. Nach der Referatsvorbereitung ist ja schonmal ein grundsätzlicher Überblick über das Thema gegeben. Nur in Ausnahmefällen wird für die Hausarbeit ein anderes Thema als fürs Referat gewählt. Wenn das bisher Erarbeitete dann noch in Form eines Handouts festgehalten wird ist das um so besser, ansonsten steht man nach Semesterende erstmal wieder vor dem Nichts. Hier endet die Prä-Präparatorische Phase. Fortsetzung folgt.
…habe ich in Frankfurt, bei Claudi verbracht. Morgen geht es, aus Gebrutstagstechnischen Gründen, nach Hause. In den zwei Wochen musste Claudi leider jeden Werktag zum arbeiten nach Butzbach. Das war zwar einerseits schade, bot mir aber andererseits die Gelegenheit in Ruhe an meinen Hausarbeiten zu schaffen, so dass ich nun vermelden kann:
Als Claudi mal nicht in Butzbach und ich nicht am Tippen war sind wir nach Mainz gefahren und haben mit einem Teil der dort ansässigen BdPler das Hafeneck, eine echt urige Spelunke direkt am Rhein unsicher gemacht. Der Laden hat was und wird mich bestimmt noch öfter sehen.
Am selben Tag waren wir auch auf der internationalen Bierbörse. Im Nachhinein betrachtet: Gut, dass ich mit dem Auto da war. Ich hätte so ziemlich jedes Bier trinken können, dass mir bisher auf meinen Reisen in aller Herren Länder begegnet ist. Vom Slovenischen Lasko bis zum Trummer Märzen aus Österreich war alles da. Nächstes Jahr will ich da glaube ich zu Fuß und mit viel Geld hin.
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