Wo ich gerade bei Eselsbrücken bin fällt mir meine Merkgeschichte für die Beispielwörter der sieben althochdeutschen Ablautreihen wieder ein. Der ist definitiv auch mal eine Veröffentlichung wert:
Ich ritt (Reihe Ia: rītan rītu reit ritun giritan) mit meinem Pferd durch die Stadt, nachdem ich lange Zeit durch die Wüste gezogen (Reihe Ib: zīhan zīhu zēh zigun gizigan) war. Ich wollte gerade um eine Ecke, als sich ein Hufeisen verbog (Reihe IIa: biogan biugu boug bugun gibogan). Jemand würde mir Hilfe bieten (Reihe IIb: biotan biutu bōt butun gibotan) müssen. Ich band (Reihe IIIa: bintan bintu bant buntun gibuntan) den Gaul an einen Pfahl und warf (Reihe IIIb: werfan wirfu warf wurfun giworfan) ein Auge auf den nächsten Schmied. Der wollte aber mehr Geld nehmen (Reihe IV: neman nimu nam nāmun ginoman) als ich bereit war ihm zu geben (Reihe V: geban gibu gab gābun gigeban). So musste ich mit dem Bus fahren (Reihe VI: faran faru fuor fuorun gifaran), aber wann der abfuhr konnte ich nur raten (Reihe VII: rātan rātu riet rietun girātan).
Den Literaturnobelpreis werd ich mit der Story wohl nicht gewinnen. Aber angesichts solch kreativer Energie frage ich mich ernsthaft warum ich in der Klausur nicht über die drei raus gekommen bin…

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