Tag-Archiv für 'BMFT'

Der weite Weg macht keinen Stress

… wir fahren zum Buchimistenkongress.

Das letzte Wochenende habe ich zum Großteil auf der Autobahn in Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher verbracht. Dort sah es so ähnlich aus wie in Immenhausen, mit dem einzigen Unterschied, dass die Stadt, neben unserem Haufen RPSler auch noch mit verschiedensten Daseinsformen aus dem ganzen BdP gefüllt war. Zwei Dinge verbanden alle miteinander: Sie waren alle Gelb und sie alle wollten am Buchimistenkongress teilnehmen, wie auch wir!

Der LV auf dem BMFT

Nachdem wir die letzten paar Hundert Meter des Weges zu Fuß auf felsigem, unebenem Grund, dann durch eintöniges Grasland, in dem die Halme dicht, hüfthoch und messerscharf standen und schließlich auf düsteren, labyrinthischen und gefährlichen Pfaden tief hinab, hinab in die Eingeweide der Erde gewandert waren, natürlich unter Gesang und mit ordentlicher Beflaggung, wurden wir in Buchhaim begrüßt. Schnell trugen wir uns in die Einwohnerlisten ein und meldeten uns für den nächsten Tag bei verschiedenen Lesezirklen und zu praktischen Buchführungen an. Danach stellten wir fest, dass der Wohnungsmarkt in Buchhaim sehr angespannt ist. Um angemessen zu wohnen mussten wir also selber Hand anlegen und uns ein standesgemäßes Schloss errichten.

Unser Bücherschloss

Als das geschafft war waren wir alle erschöpft und brauchten weder Schrecksenprohezeihungen noch sieben Gehrine um zu erkennen, dass es Zeit für eine Stärkung war. Der Grill war schon angeheizt und nach ein paar Fleischhäppchen fielen alle angehenden Buchimisten in ihre Schlafsäcke.

Der nächste Tag brachte dann alles, was das Herz des Bücherfreundes sich wünschen kann. Leider habe ich persönlich es nicht geschafft an einem Workshop teilzunehmen. Aber nach allem was ich gehört habe waren diese sehr interessant und alle von unserem LV angebotenen AGs kamen sehr gut an. Auch den Leuten, die bei mir etwas über Bücher und wie man aus ihnen Spielgeschichten und Programm gewinnen kann waren begeistert.

Am Abend galt es, großartige Dichter vor dem vergessen werden zu bewahren. Wir kümmerten uns um Rudyard Kipling, der sich sogar persönlich die Ehre gab, seinen Nobelpreis ausstellte und verschiedene Spiele und Informationen zu seinem Leben und Werk in einer gemütlichen Dschungelbuch Jurte zur Verfügung stellte. Eigentlich hätte der Abend hiernach schön ausklingen sollen. Aber da hatten wir nicht mit den PBH, den Patriotischen Bücher Hassern gerechnet, die eine ganze Ladung Spezialpapier geklaut und im Wald rund um die Stadt verteilt hatten. Der Wald war ganz schön dunkel und wir waren alle froh keinen Laubwölfen oder Stollentrollen zu begegnen und schließlich einen Großteil des Papiers zurück zu erobern.

Danach konnte der Abend wirklich bei einer gemütlichen Singerunde zur Holzzeit ausklingen. Bis spät in die Nacht hallte Musik durch die Gassen von Buchhaim.

Der Abreisetag versprach noch eine Überraschung. Nach noch ein wenig Buchdruckerischer Meisterarbeit hielten wir endlich die neue Wölflingsspur in den Händen, für die am SST ordentlich die Werbetrommel gerührt werden wird.

Der Abbau verlief super schnell. Leider hatte unser Anhängerfahrer Micha sich, aus mir unerfindlichen Gründen, am Vorabend bei der Jagd nach den PBH einen halben Baum ins Auge gesteckt, so dass der Anhänger an diesem Tag nur noch bis Idar-Oberstein kommen konnte. Das war für mich persönlich aber auch schon das einzige Manko an diesem ansonsten rundum gelungenen Wochenende.
Das Programm war so erstklassig wie ich es mir vorgestellt hatte und eine so coole Truppe wie an diesem Wochenende hat der LV wohl schon lange nicht mehr auf eine Bundesaktion geschickt. Da hat echt alles gepasst und besonders die Mischung aus jung, alt und mittel fand ich gut. Einige altbekannte Nasen wieder zu sehen ist natürlich immer gut und auch über die kommenden KfM Teilis bin ich jetzt schon teilweise im Bilde. Momentan freu ich mich sehr auf die Dinge, die da kommen.

Agenda 2010

Gestern war LV-interner Anmeldeschluss für das Bundesmeutenführertreffen im September in Immenhausen. Mein Minimalziel war es, 10 Teilnehmer aus unserem LV zu motivieren, mit mir dort hin zu fahren. Als dies geschafft war kam mir der Gedanke der “Agenda 2010″: 20 Teilnehmer fahren für einen Beitrag von 10 € nach Immelbach. Mit 23 Anmeldungen, die mir heute vorliegen, ist Teil eins also deutlich erreicht.

Eine erste Aktion zum drücken des Preises ist ja schon gelaufen. An der LV haben wir mit ein paar der Teilnehmer die “Bagheera Bar” betrieben und leckeren Cappucino und Milk Shakes verkauft:

An Pfingsten könnte man noch mal eine Aktion an den Start bringen um ein bisschen zu sammeln. Ich hätte jedenfalls Lust drauf.

Jetzt habe ich immer noch das Problem die 23 Leute nach Immelbach zu schaffen. Aber da gären schon verschiedene Pläne…

Zwanzig vor Neun-Frohes Neues!

Ein frohes neues Jahr, all euch Nasenbären. Nun ist sie also geschafft, eine Zeit im Jahr, da ich immer mehr reflektiere als mir lieb ist und die für mich oft nicht zu den besten Zählt. Dieses Jahr hat sich meine Endjahresdepri glücklicherweise sehr in Grenzen gehalten, so das ich einen lustigen Abend in Altforweiler verbringen durfte. Nachdem die Herren Schneyra und Mechaniker schon am 30. bei mir eingefallen waren ging es gestern ins Hause Schneider zum Pizza backen und auch exzessiven (ja, mir ist bewusst, dass ich dieses Wort zu oft verwende) konsumieren.
Anschließend sind wir dann durch diverse Partykellers in Altforweiler getingelt und haben das neue Jahr begrüßt. Natürlich durfte auch das obligatorische Zurückschwenken nicht fehlen, wenn wir auch alle mit den Fleischfetzen mächtig zu kämpfen hatten… wir werden alle nicht jünger. Insgesamt war es eines der besseren Silvester in diesem Jahrtausend.

Nun zu der Frage, die sich sicher einige Leute stellen. Was nimmt sich Käpt’n Thomas Schnubel für das neue Jahr vor? Das ist schwer zu beantworten. Eigentlich alles und nichts. Dennoch habe ich drei Bereiche in denen in diesem Jahr etwas passieren soll:

  • Auf universitärem Sektor nehme ich mir mal vor meine beiden Zwischenprüfungen zu bestehen, und dabei nicht derart die Nerven zu verlieren, wie ich es bei mehreren meiner Mitstudenten erlebt habe.
  • Pfadfinderisch nehme ich mir vor mir nicht mehr so viel Stress zu machen und machen zu lassen. Ich leiste dort viel Arbeit, eigentlich mehr als mir gut tut. Deshalb habe ich auch hohe Erwartungen an die Menschen, die mit mir zusammenarbeiten. Diese werden meist auch erfüllt. Wenn dies mal nicht der Fall ist will ich in Zukunft ein bisschen lockerer reagieren.
  • Persönlich nehme ich mir vor meine Laune nicht mehr so stark vom Verhalten anderer Menschen abhängig zu machen. Die letzten paar Jahre waren für mich persönlich nicht die besten. Ich denke zu einem Großteil lag dies daran, dass mir die Fähigkeit zu einer gewissen “Scheißegalhaltung” fehlt. Das will ich trainieren.
  • Ich denke dies sind drei gute und sinnvolle Vorsätze. Mal sehen wie das klappt. Ich bin schon auf das Fazit am 1.1.2009 gespannt.

    Worauf freue ich mich 2008? Da gibt es einiges. Hier nur die wichtigsten Termine:

  • Auch in diesem Jahr ist wieder KfM. Der gibt mir oft die benötigte Motivation für den Rest des Jahres.
  • Neben einigen kleineren Konzerten, die schon fest eingeplant sind werde ich in diesem Jahr endlich das Wacken Open Air besuchen. Wie jeder Moslem mal nach Mecka muss, muss jeder Metaler einfach mal in Wacken gewesen sein.
  • Im Sommer geht es wieder nach Irland. Diesmal für zwei Monate. Von der grünen Insel werde ich wohl nie genug bekommen.
  • Quasi direkt vom Flughafen aus werde ich dann aufs BMFT fahren. Mittlerweile habe ich schon 5 Anmeldungen. Mit mir haben wir also schon fast einen Kleinbus voll.
  • Der krönende Abschluss der Konzertsaison 2008 wird für mich in München beim Jubiläumskonzert meiner Lieblingsband Schandmaul stattfinden. Noch 317 Tage, 6 Stunden, 51 Minuten und 34 Sekunden!
  • Der einzige Wehmutstropfen in diesem ansonsten von Höhepunkten geprägten Jahr ist, dass die Bundesfahrt nach Finnland für mich leider aus Zeitgründen nicht in Frage kommt. Skandinavien bleibt aber weiterhin Führer auf meiner Liste der noch zu bereisenden Landstriche.






    Zeo