Archiv für September 2008

Die Oma ist nicht allein zum schlafen da

Nach 24 Jahren kann mich die Oma immer noch überraschen. Seit gestern lerne ich einen neuen Gitarrenanschlag (Typ Michael Rummenigge) und deshalb muss jetzt alles was man irgendwie damit spielen kann, ob passend oder nicht, zum üben herhalten.

Gerade war “Wenn die Bürger Schlafen gehen” dran. Auf einmal höre ich da aus dem Wohnzimmer eine zweite Stimme mitsingen. WTF?! Die Erklärung: “Das haben wir schon gesungen als ich mit deinem Opa ausgegangen bin.”

Ich werd jetzt mal so nach und nach testen wobei sie noch spontan zu singen anfängt. Vielleicht treten wir ja nächstes Jahr zusammen auf der Schmidtburg auf. :-D

KfM Kampagne 2009

Die Kurssaison 2009 liegt zwar noch in weiter Ferne, trotzdem habe ich gerade einen kreativen Rausch genutzt um ein paar Werbemotive für den nächsten KfM zu erstellen. Ich hoffe es gefällt.

Motiv 1:
KfM1

Motiv 2:
KfM2

Motiv 3:
KfM3

Es gibt auch schon ein Motiv 4, das ist aber nur für den internen Gebrauch im Team bestimmt und kann bei mir erfragt werden. Weitere Motive folgen vielleicht.

Verschämt wischt sich Willi eine Träne aus den Augen

Ich habe es ja bis zum Schluss nicht glauben wollen, aber es ist Zeit, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Die Tage der nachbarlichen Wurstfabrik sind gezählt. Letzte Woche hat ein LKW die versteigerten Gerätschaften abgeholt und vor ein paar Tagen hat ein Demontageteam die acht großen Kühlaggregate vom Dach gegenüber entfernt. Das war für mich ein besonders dramatischer Moment, haben die Geräte mich doch nicht nur all die Jahre mit ihrem Gebrumme und Geklapper erfreut, sondern auch schon als kleines Kind mit den blinkenden Kontrollleuchten, die ich von meinem Bett im Kinderzimmer aus sehen konnte, begeistert.

Tja, das ist nun vorbei. Seit Tagen geht es drüben reger ein und aus als in besten Produktionszeiten. Anscheinend will man noch alle Wertstoffe aus dem alten Gebäude rausholen. Was danach damit passiert steht in den Sternen. Ich vermute einfach mal: Eine ganze Zeit lang nichts.

Bei aller Melancholie, die mich als Nachbar befällt, sollte man aber auch nicht vergessen, dass durch die Schließung mal wieder einige Leute ihren Arbeitsplatz verlieren. Darunter auch der Vater eines ehemaligen Wölflings von mir. Der steckt das ganze aber ganz gut weg und hat beim Arbeitsamt schon nachgefragt, ob sie für einen gut erhaltenen Mann um die 50 nicht noch was in der Erotikbranche hätten.

Mir wird jedenfalls etwas fehlen. Und auch wenn es nicht genau passt, da es sich bei den Nachbarn nicht um einen Schlachthof im eigentlichen Sinne, sondern nur um einen “veredelnden” Betrieb gehandelt hat, geht mir schon seit Tagen ein bestimmtes Lied durch den Kopf, welches ich spätestens wenn die Fabrik abgerissen wird per Propaganda LKW durch die Strassen von Wallerfangen klingen lassen werde.

Und wer schickt mir jetzt dieses Jahr an Weihnachten nen Korb voll Wurst?!

Der weite Weg macht keinen Stress

… wir fahren zum Buchimistenkongress.

Das letzte Wochenende habe ich zum Großteil auf der Autobahn in Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher verbracht. Dort sah es so ähnlich aus wie in Immenhausen, mit dem einzigen Unterschied, dass die Stadt, neben unserem Haufen RPSler auch noch mit verschiedensten Daseinsformen aus dem ganzen BdP gefüllt war. Zwei Dinge verbanden alle miteinander: Sie waren alle Gelb und sie alle wollten am Buchimistenkongress teilnehmen, wie auch wir!

Der LV auf dem BMFT

Nachdem wir die letzten paar Hundert Meter des Weges zu Fuß auf felsigem, unebenem Grund, dann durch eintöniges Grasland, in dem die Halme dicht, hüfthoch und messerscharf standen und schließlich auf düsteren, labyrinthischen und gefährlichen Pfaden tief hinab, hinab in die Eingeweide der Erde gewandert waren, natürlich unter Gesang und mit ordentlicher Beflaggung, wurden wir in Buchhaim begrüßt. Schnell trugen wir uns in die Einwohnerlisten ein und meldeten uns für den nächsten Tag bei verschiedenen Lesezirklen und zu praktischen Buchführungen an. Danach stellten wir fest, dass der Wohnungsmarkt in Buchhaim sehr angespannt ist. Um angemessen zu wohnen mussten wir also selber Hand anlegen und uns ein standesgemäßes Schloss errichten.

Unser Bücherschloss

Als das geschafft war waren wir alle erschöpft und brauchten weder Schrecksenprohezeihungen noch sieben Gehrine um zu erkennen, dass es Zeit für eine Stärkung war. Der Grill war schon angeheizt und nach ein paar Fleischhäppchen fielen alle angehenden Buchimisten in ihre Schlafsäcke.

Der nächste Tag brachte dann alles, was das Herz des Bücherfreundes sich wünschen kann. Leider habe ich persönlich es nicht geschafft an einem Workshop teilzunehmen. Aber nach allem was ich gehört habe waren diese sehr interessant und alle von unserem LV angebotenen AGs kamen sehr gut an. Auch den Leuten, die bei mir etwas über Bücher und wie man aus ihnen Spielgeschichten und Programm gewinnen kann waren begeistert.

Am Abend galt es, großartige Dichter vor dem vergessen werden zu bewahren. Wir kümmerten uns um Rudyard Kipling, der sich sogar persönlich die Ehre gab, seinen Nobelpreis ausstellte und verschiedene Spiele und Informationen zu seinem Leben und Werk in einer gemütlichen Dschungelbuch Jurte zur Verfügung stellte. Eigentlich hätte der Abend hiernach schön ausklingen sollen. Aber da hatten wir nicht mit den PBH, den Patriotischen Bücher Hassern gerechnet, die eine ganze Ladung Spezialpapier geklaut und im Wald rund um die Stadt verteilt hatten. Der Wald war ganz schön dunkel und wir waren alle froh keinen Laubwölfen oder Stollentrollen zu begegnen und schließlich einen Großteil des Papiers zurück zu erobern.

Danach konnte der Abend wirklich bei einer gemütlichen Singerunde zur Holzzeit ausklingen. Bis spät in die Nacht hallte Musik durch die Gassen von Buchhaim.

Der Abreisetag versprach noch eine Überraschung. Nach noch ein wenig Buchdruckerischer Meisterarbeit hielten wir endlich die neue Wölflingsspur in den Händen, für die am SST ordentlich die Werbetrommel gerührt werden wird.

Der Abbau verlief super schnell. Leider hatte unser Anhängerfahrer Micha sich, aus mir unerfindlichen Gründen, am Vorabend bei der Jagd nach den PBH einen halben Baum ins Auge gesteckt, so dass der Anhänger an diesem Tag nur noch bis Idar-Oberstein kommen konnte. Das war für mich persönlich aber auch schon das einzige Manko an diesem ansonsten rundum gelungenen Wochenende.
Das Programm war so erstklassig wie ich es mir vorgestellt hatte und eine so coole Truppe wie an diesem Wochenende hat der LV wohl schon lange nicht mehr auf eine Bundesaktion geschickt. Da hat echt alles gepasst und besonders die Mischung aus jung, alt und mittel fand ich gut. Einige altbekannte Nasen wieder zu sehen ist natürlich immer gut und auch über die kommenden KfM Teilis bin ich jetzt schon teilweise im Bilde. Momentan freu ich mich sehr auf die Dinge, die da kommen.

Schnauze, Browser!

Es tut mir ja leid, dass es hier grad Mecker-Posts hagelt, aber was soll denn bitte die neueste Mode in der Browser Werbeszene? Der Trend geht anscheinend zu Akkustischen Reizen. Man öffnet nichtsahnend die Seite seiner Wahl und hat auf einmal ein Motorrad auf dem Schirm, dass auch noch laut Brumm-Brumm macht. So geschehen gestern in der Universitären Bibliothek. Und wer hatte seinen Ton nicht abgeschaltet, weil er nicht vor hatte in der Bib Musik zu hören. Richtig. Aber auch sonst nervt mich diese Art von Werbung, weil es mich zuerst immer iritiert und ich nicht weiss woher die geräusche kommen. Zur Strafe habe ich einen Entschluss gefasst: Ich werde mir kein Motorrad kaufen!

Egal in welchem Zustand

Noch jemand da draußen, der es frustrierend findet, wenn er regelmäßig Visitenkarten von “Import-Export” Firmen an seinem Fahrzeug findet, welche dieses “egal in welchem Zustand” kaufen möchten?

Back home in Derry Wallerfangen

Keine 24 Stunden ist es her, dass ich auf dem Flughafen Hahn eingeflogen bin. Die Landung war übrigens gar nicht mal so sanft. Der Pilot mennt scheints ach nur weiler fliehe kann, kennter nemme geschwaat genn.

In den 24 Stunden habe ich schon
-eine Hausarbeit abgeholt (1,7 in NDL 3 –> Nur eine Zwischenprüfung!)
-die restliche BMFT Anreise organisiert
-eine Stunde Nachhilfe gegeben.
-erfahren, dass in meiner Abwesenheit die Maschinen aus der Wurstfabrik versteigert wurden. Anscheinend ist diesmal echt Schicht im Schacht. Schade, dass ich die Versteigerung verpasst habe. Ne riesige Wurstmischmaschine hätte ich gebrauchen können.

Nicht schlecht für den Anfang, würd ich sagen.

Ein Dorf, dass sich Welt nennt

Man soll es nicht beschreien. Grad gab es doch noch ein blogable Event. Nach der letzten Stunde mit den 5th Years habe ich mich noch ein bisschen mit den slowakischen Austauschschuelerinenn unterhalten. Und natuerlich sind die auch bei dem Verein mit den Halstuechern und den Knoten. Das haette mich jetzt noch nicht so sehr verbluefft, aber die Maedels kannten sogar den Stamm in Dubnica Nad Vahom, dem “Unsern Vaettern ihre Soehne” damals in der Slowakei begegnet sind.

Die drei Maedels habe ich gleich mal an Breeda vermittelt, die sie hoffentlich an den ortsansaessigen Stamm weiterleiten kann.

Well done

Heute, auf den letzten Schultag, habe ich es endlich geschafft. Ich habe meinen Stundenplan durcheinander gebracht und bin nun 3 Stunden zu frueh in der Schule. Naja, das gibt mnir zumindest Zeit mich ausgiebig von den Kollegen zu verabschieden und die Schulleitung schonmal vorzuwarnen, dass ich naechstes Jahr vermutlich wieder auftauchen werde.

Und natuerlich fuer einen Rueckblick auf die letzten zwei Wochen. Die wuerde ich mit dem Begriff “OK” umschreiben. Es ist alles gelaufen wie geplant, meine Stunden waren alle in Ordnung und ich wurde wie schon letztes Jahr gut hier aufgenommen. Warum dann nur “OK” und nicht “Spitze”. Ich glaube das liegt vor allem daran, dass es irgendwo nichts neues mehr war. Ich kannte schon die Leute und die Schueler und sogar der Stoff vom letzten Jahr hat sich zu einem Grossteil wiederholt. Man erkennt es auch daran, dass die Blogbeitraege in der zweiten Haelfte immer seltener wurden. Es gab halt nichts neues zu erzaehlen. Vielleicht werd ich mich fuer meinen Dritten Monat doch noch nach Alternativen umhoeren, mit der Sache hier in der Hinterhand.

Der Ganze Monat bekommt natuerlich trotzdem eine eins, alleine wegen der zwei coolen Wochen auf Tour, wenn auch das Wetter nicht immer mitspielte. Was solls: Ich hatte insgesamt mal wieder eine schoene Zeit hier.
Der weitere Plan sieht so aus, dass ich am Samstag, bei gutem Wetter, doch noch die Wanderung an den See mache und den Sonntag nutze um zu packen und das Haus aufzuraeumen. So a la “Verlassen sie diesen Ort so, wie sie ihn vorzufinden wuenschen.” Dass es hilft glaube ich allerdings nicht.
Am Montag geht es um 10:15 Ortszeit mit dem Bus erst nach Galway, von wo der Citylink Airport Coach mich nach Dublin bringt. Abflug ist um 18:45. Heimat, ich komme!

Ende der Hausbesetzung

Dieser Beitrag entsteht in Echtzeit in Ballinrobe

Hier ist laenger nix mehr passiert, so dass sich der Trip langsam schon dem Ende zuneigt. Das leben nimmt derweil seinen Lauf. In der Schule laeuft es ganz gut und ich hab schon einiges von dem erledigt, was ich mir ansonsten noch vorgenommen habe. Unter anderem habe ich gestern die drittletzte Geschichte fuer das “Dschungelbuch light” zu Ende geschrieben. “Rothund” liegt also nun auch in abendrundentauglicher Form vor. Das war ein ganz schoen harter Knochen, die Ereignisdichte in der Geschichte ist hoeher als man denkt. “Lasst die Dschungel ein” habe ich schon angefangen und “Des Koenigs Ankus” hatte ich dem Mo aufgebrummt. Ein Kostenvoranschlag fuer einen eventuellen Druck ist auch schon eingeholt. So langsam nimmt dieses Projekt Gestalt an. Ich hoffe, die Dinger werden dieses Jahr unterm Weihnachtsbaum liegen.

Gestern Abend gab es eine kleine Ueberraschung. Michael kam zurueck. Mit dem haette ich gar nicht mehr gerechnet. Er bleibt bis Donnerstag und scheint wirklich auf Musicaltour gewesen zu sein.






Zeo