Dieser Beitrag entsteht in Echtzeit im Kinlay House Hostel in Galway.
Heute ist mein Urlaub vorbei. Nachher werde ich mit dem Bus nach Ballinrobe fahren und am Montag fange ich dort an zu arbeiten. Grund genug die vergangenen Tage ein wenig zu reflektieren. Das tue ich in verschiedenen Bereichen. Fangen wir mit dem offensichtlichsten an:
Irland
Einmal mehr habe ich erfahren , warum dies mein lieblings Reiseland ist. Man muss nicht unbedingt in die Tourismusgegenden um schöne Landschaften vorzufinden, es ist eigentlich überall cool. Städte haben ebenso ihren Reiz wie das platte Land und die Pubs haben einen Charm, den man schlecht mit Worten beschrieben kann.
Die Leute sind unglaublich freundlich, wenn ich diesmal auch mehr Glück mit Engländer, Amis und so weiter hatte, zumindest was das mitgenommen werden angeht.
Leider wird die Insel immer touristischer. Wie lange man hier noch so gut auf fahrt gehen kann weiß ich nicht, bin aber froh dies nun schon mehrmals erlebt zu haben.
Hostels
Ich war ausnahmslos mit allen Herbergen in denen ich war sehr zufrieden. Sauber, warmes wasser, ein Bett. Mehr brauche ich nicht. Kostenloses W-Lan und Frühstück sind in den allermeisten Bleiben nette Gimicks, die sich kaum auf den Preis auswirken. Ich habe zwischen 14 und 18 € bezahlt, in Dublin etwas mehr. Viel günstiger geht es hier zu Lande nicht.
Campingplätze
Das Netz an reinen Zeltplätzen ist leider nicht so dermassen gut ausgebaut. Dafür vermieten viele Hostels mittlerweile auch ihre Gärten an Camper. Kostenpunkt zwischen 7,50 und 10 € pro Nacht. Auf manchen reinen Campingplätzen kosten Duschen und Waschmaschine extra, in den Hostels darf man als Camper alle Einrichtungen mitbenutzen.
Alleine auf “Fahrt” sein
Bis auf die fünf Tage mit Claudi war ich alleine unterwegs. Oft war ich trotzdem nicht wirklich alleine, eben weil ich viele Pfadfinder getroffen habe und dort immer schnell Anschluss fand.
Trotzdem war ich einen guten Teil der Zeit ganz auf mich selbst gestellt, was ein ziemlich fremdartiges Erlebnis war. Nicht weil es Situationen gegeben hätte, mit denen ich nicht klar gekommen wäre, sondern einfach weil es befremdlich war mit Rucksack und Zelt umher zu ziehen ohne zum Beispiel mit den Herren Schneyra oder Gengenbach zwischendurch dumm zu schwätzen. Es war auf jeden Fall eine coole Erfahrung. Aber ich bin auch froh, wenn es demnächst mal wieder mit nem Haufen anderer Torfnasen auf die Piste geht.
Unterwegs mit dem Plastikzelt
Das mache ich nie, und ich wiederhole, nie wieder! Ab jetzt gehen bei solchen Touren zwei Kohtenplanen mit und basta. Ich hatte mich für die Plastikvariante entschieden um Gewicht zu sparen (Ryanair). Das war am falschen Ende gespart. Das Igloo war nie wirklich dicht und ich musste immer an verschiedenen Stellen Töpfe aufstellen um das Wasser aufzufangen. Vom Packmass ganz zu schweigen. Ausserdem war es für 2 Personen mit Gepäck zu klein.
Lonely Planet
Kurz und knapp: Der beste Reiseführer der Welt. Ich hatte die englische Ausgabe von Januar 2008 mit und alles was dort stand stimmte haarklein. Nur die Preise waren nicht immer 100% genau, meistens war die Wirklichkeit aber sogar billiger als beschrieben, was zu angenehmen Überraschungen führte.
Wetter
Tja… irisch eben. Alle einheimischen sagen mir, es sei der schlechteste Sommer aller zeiten. Verglichen mit letztem Jahr, als ich viel zu wenig Sommerkleidung mit hatte, kann ich zustimmen. Es hat wirklich viel geregnet und blauen Himmel gab es nur selten. Das ist aber kein Beinbruch, denn Irland ist wohl einer der wenigen Flecken auf der Welt, der seinen vollen Charme erst bei schlechtem Wetter entfaltet.
Fazit
Ich hatte zwei sehr schöne Wochen. Jetzt freue ich mich aber auch darauf, ein festes Dach zwischen mir und dem irischen Regen zu wissen. Ausserdem bin ich gespannt was die Schulzeit so bringen wird. Auf in die zweite Halbzeit!






Letzte Kommentare
Martin Schneyra, thomas, Vylibb, Thomas, thomas [...]
Thomas, Chef, Michelle
David, thomas, David, Jan, Martin Schneyra [...]
Monika Schneider, Thomas, Mo, Mo
Mo, Anonym, Chef, Thomas, Chef [...]
Mo
Mo
Vylübb
malte, *Jones*, -Hiker-, wooki, Thomas [...]