Kleinkram?

Die meisten längeren Literarischen Werke für die Zwischenprüfung habe ich durch. Die letzten paar tage habe ich damit verbracht mir die kürzeren Formen, wie Kurzgeschichten und Gedichte zu Gemüte zu führen.

Angefangen habe ich mit den Kurzgeschichten von Edgar Allen Poe. Diese finde ich einerseits interessant und gut geschrieben. Vor allem der Punkt Spannung kommt nicht zu kurz. Der Mann wusste was er tat. Wirklich gefallen hat mir jedoch keine der drei Geschichten. “The Black Cat” und “The Tell Tale Heart” waren für meinen Geschmack etwas zu psychologisch angehaucht.
Am ehesten mochte ich noch “The Murders in the Rue Morgue”, mit der Poe quasi die Detektiv Geschichte erfunden hat. Das Vorgehen des Protagonisten Dupin erinnert stark an das späterer Figuren dieses Genres, wie Arthur Conan Doyle’s Sherlock Holmes, für den Poe’s Dupin eines der Vorbilder war. Wer Sherlock Holmes mag, wird an dieser Kurzgeschichte vermutlich auch seine Freude haben. Mit der Lösung des Falls vergallopiert sich Poe jedoch für meinen Geschmack zu sehr ins unglaubwürdige. Dies war aber vermutlich sogar seine Absicht.

Als nächstes stand eine Auswahl von Sonetten von William Shakespeare auf dem Programm. Den Inhalt jedes einzelnen wiederzugeben würde den Rahmen sprengen. Nur so viel: Jedes einzelne ist ein Meisterwerk. Es ist immer wieder beeindruckend wie viel man in vierzehn Zeilen packen kann. Natürlich ist für viele Leute, die nicht grade Anglistik studieren die Sprache Shakespeare’s ein Hindernis. Gerade die Sonette verlieren aber in der Übersetzung, mehr als die Dramen, einiges an Glanz. Mit ein bisschen Einlesen geht es schon. Mein Tip: Zum Anfangen eignet sich Sonett Nummer 18. Es ist nicht nur relativ einfach geschrieben, sondern auch eines, wenn nicht das berühmteste von Shakespeare’s Gedichten. Vielleicht sogar das berühmteste in Englischer Sprache überhaupt.

Nicht das interessanteste, aber doch irgendwie das schönste, was ich bisher für meine Prüfung gelesen habe, sind die Gedichte von Emily Dickinson. Einfach in der Form, kurz und prägnant in der Aussage, damit sind sie schon ganz gut beschrieben. Vom Inhalt her beschäftigt sich Disckinson mit einer Fülle an Themen. Leben und Tod, Liebe und Einsamkeit und vieles mehr. Meine Empfehlung zum Einstieg hier: “I died for Beauty but was Scarce”.

Das letzte Buch, dass noch zur erstlektüre aussteht ist Uncle Tom’s Cabin. Die 380 Seiten habe ich mir für die am Wochenende anstehende Zugfahrt nach Immenhausen und zurück vorgenommen. Mla Mal sehen wie weit ich in den gut 10 Stunden komme.

Update

MLA sehen?

Herr Freud lässt grüßen…

4 Kommentare zu “Kleinkram?”


  1. 1 Schneyra

    Uargh! Ich versuche mich ja auch gerade mehr oder weniger erfolgreich an einigen Meilensteinen der Literaturgeschichte… Aber “Sonette” und “Shakespeare” stelle ich mir doch arg anstrengend vor.

  2. 2 Thomas

    Das tolle an Sonetten ist, dass man die Form nicht bei jedem neu analysieren muss. :-)

    Keine Bange… ich stell mir einige Sachen die du dir im Studium reinpfeifen musstest auch arg anstrengend vor. Die von denen ich verstanden habe was es ist zumindest. ;-)

  3. 3 David

    tell tale heart?? cool, da hab ich am montag meine letzte englisch-lk arbeit drüber geschrieben. eigentlich noch relativ gut zu lesen…

    shakespeare-sonetts sind auch ganz große klasse. ich glaub ich muss mal mit dem kopierer bei dir vorbeikommen, ich hab selbst nur drei-vier in irgendeinem ordner aus der 12 rumfliegen.

  4. 4 Thomas

    Guck mal bei Sparknotes, da gibt es einige Sonette online. Mein Budget für Bücher ist leider ob der ZP für dieses Jahrtausend aufgebraucht. Aber irgendwann hätte ich auch mal gerne alle 154 zwischen zwei Buchdeckeln.

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Zeo