Als “Mondegreen” werden “Verhörer”, beispielsweise in Gedichten und Liedern bezeichnet.
Die amerikanische Autorin Sylvia Wright prägte den englischen Ausdruck Mondegreen und verwendete ihn erstmalig 1954 in einem Artikel in der Zeitschrift Harper’s Bazaar. Sie hatte als Kind die alte schottische Ballade „The Bonny Earl of Murray“ gehört, in der ihrer Meinung nach die Zeile vorkam:
»They ha’e slain the Earl of Murray / And Lady Mondegreen.« (Sie haben den Earl of Murray erschlagen / Und Lady Mondegreen.)
Später musste sie erfahren, dass die Zeilen in Wahrheit lauteten:
»They ha’e slain the Earl of Murray / And laid him on the green.« (Sie haben den Earl of Murray erschlagen / Und legten ihn aufs Gras.)
aus der Wikipedia
Das bekannteste deutsche Beispiel ist gleichzeitig der Titel von mittlerweile zwei Büchern von Axel Hacke und Michael Sowa.
Hacke hatte als Kind einen Verhörer bei dem Abendlied “Der Mond ist Aufgegangen“. Dort heißt es:
[...] “und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.”
Hacke aber verstand:
[...] “und aus den Wiesen steiget der weiße Neger Wumbaba.”
Ich hatte heute Gelegenheit in die Hörbücher rein zu hören, was zu spontanen Lachkrämpfen führte. Wenn sich die Chance ergibt, unbedingt lesen!
Danke an Annina für den Tip mit den Hörbüchern und an Mo, von dem ich den Ausdruck “Mondegreen” kenne.

Ich hab letztens erst bei DuRöhre ein Video gesehen mit Verhörern in Musikstücken. Das war auch ganz witzig – leider stammt sie Szene aus der “Ultimativen Chart Show” oder so, jedenfalls mit Oliver Geiirgendwas.
Und wo ich grade hier texte: Kannst du bitte die Schrift für das Eingabefeld hier hochstellen? Ich kann das auf Standard-Einstellung nicht lesen.
Ich bin natürlich wieder mal bei “Wishmaster – Misheard Lyrics” gelandet. Ist aber nicht weiter schlimm, weil es verdammt nochmal das beste Video von ganz Youtube ist…
Aber dafür werde ich mir jetzt mal ein Paar Gedanken über Mondegreens in Pfadfinderliedern machen, ich glaub da gibts auch ne Menge… vielleicht gibts die Tage im Gitarrenkurs schon was dazu
Yeah! Da kenn ich einige… Ich wäre fast mal ein Wildschwein geworden!
Wenig Freude, Luft und Licht, Dreck an Händen und Gemächt
…ei bring es her und schwein dazu…
Ist halt schwierig da zwischen Mondegreens und Verballhornungen zu unterscheiden. Aber vor allem der Wildschwan/das Wildschwein ist zu schön, als dass mans rauslassen könnte
Mein All-Time-Favorit: der die Schlacht gewann, Hermann von Pavia!
richtig gut wirds ja erst dann wenn die verhörer das original übertreffen…
Ich kenn noch
…Lerman DER Pavian
…das Gold schimmelt im Saale
…silberne Löffel und Ketten am Sack
lehrmann von fabiaaaan….
auch ein Klassiker: Nackt auf dem Golfplatz
und einer der besten: Schwing die Keule wie in alten Tagen, / schlage Hafer und Zwieback zu Brei.
mich wundert ja echt dass das “oma jam, oma jam!” aus dem chorus von die lappen hoch noch nich genannt wurde…
Kennt noch jemand die Kinderserie “Die Kinder vom Süderhof”? Da hab ich im Titelsong immer verstanden “Wir sind die Kinder, die Kinder vom Süd-Bahnhof!”
…schiffen an ihr Zelt, schiffen an ihr Zelt…
anderer klassiker: des englischen unmündig habe ich als kleiner david bei der textzeile “i say farewell”, die übrigens in sehr vielen songs vorkommt, regelmäßig “i safe away verstanden.
Wenn man des englischen nicht mächtig ist sind Mondegreens eh an der Tagesordnung. Die Oma zum Beispiel ist ein Mondegreen-Generator auf zwei Beinen.
Ich hab auch noch nen schönen: bei dem Lied “Miss California” (ich weiß grad net von wem das ist) hab ich mich immer gewundert warum der Sänger singt “I will wipe the radio, dear”. Bis ich drauf gekommen bin, dass es in Wirklichkeit heißt “I will wipe away your tear”
Aus gegebenem Anlass hab ich noch einen.
Beim Theme-Song von Captain Planet hab ich an der Stelle wo es heißt
immer verstanden
.
Ein Feigling als Titelheld wäre natürlich auch mal was…
Ich hab mir übrigens mittlerweile das Lied angeeignet, die Ballade vom “Bonnie Earl of Murray”, und es ist ziemlich cool. Hat Singerunden-Potential!
Noch garnicht erwähnt:
“Tanz in den Dolen”
Und aus dem selben Lied:
“und treiben’s überm Grund”
Ich hab in der letzten Zeit mal ein bißchen gesammelt, ich hätte also auch noch ein Paar:
“Bei Danzig fängt die Sauferei schon an…”
“…dass ich Harz und Schwäne finde…” (Schwäne scheinen ja gerne genommen zu werden, die fliegen auch mal im Kreis)
“Ich bin ein kleines Nilspferd und wiege hundert Pfund…”
“Vier arme Franziskaner, die trank ich in der Nacht…”
“Dort auf der Brücke steht ein junges Mädchen, der Bursch behend hinauf sich schwingt.”
“Der Wirt fing an zu brechen, der Tag stand in der Tür…”
“Wir können nachts nicht schlafen vor Wandervögeln und vor Paragraphen…”
“Hier wächst kein Aaron…”
“…säß an meinem Herd die die ich verzehrt…”
“Das Leben ist ein Wölflingsspiel…”
“Und als in der Früh vom Schiffen die Jungens heimgekehrt…”
“André, der das Land so sehr nicht liebte…” oder alternativ
“Andre, die den Sand so sehr nicht siebten…”
und natürlich “Trinkt das Bier, zerschlagt die Kannen, f**** die schöne Krügerin”
lol “Das leben ist ein Wölflingsspiel” kannte ich noch nicht.
mir fiel grad noch ein:
“darum lasst uns feiern, das die Schwarte kracht,
heute wird gef***t, gesoffen und gelacht”
Womit in diesem Faden nun endgültig nicht mehr nur Mondegreens, sondern auch Verballhornungen gesammelt werden dürfen.
Vielleicht sollten wir mal ein Buch darüber schreiben.
interessant ist ja, dass die Verballhornungen scheinbar nur in zwei Richtungen gehen, nämlich Essen/Saufen und zwischenmenschliche Aktivitäten. Wie man an deinem Beispiel, das ich auch noch nicht kannte, schön sieht
Juhu, grad noch einen aus der Sippenstunde mitgebracht. Ich hab meiner Sippe ein neues Lied beigebracht, aber anscheinend genuschelt, als ich den Titel gesagt hab.
Zumindest dachten sie, es hieße
“Es rockt am Kamin um Mitternacht”
“tanzte manchen tanz
elche fraß ich ganz”
der ist frisch am WE zu meiner Sammlung hinzugekommen
uaahh… da braucht es 26 Kommentare, bis mir
“totes schwein im bräter”
einfällt…
was is denn das mit dem tanzen und elche fressen? kommt mir doch schwer bekannt vor! in die nähere auswahl kommen subway to sally, schandmaul und die apokalyptischen reiter.
weder noch, das heißt eigentlich “tanzte manchen tanz, kelche trank ich ganz” wir… sind… voller märchen u-hund lege-hän-den…
ich werf dann mal noch “Am Urinal” und das “Abschusslied” ins Rennen.
Es gibt auch noch: “…stolz auf die Narben vom andren Geschlechte”! aus dem Lied “Wo`s nur Felsen gibt”
ach, wo’s nur felsen gibt könnte ja schließlich auch eine ballade von subway to sally oder schandmaul sein
mir ist heute auch noch einer eingefallen…und jetzt wirklich von Schandmaul, nämlich “…der Drachentöter Ferdinand”
Bevor es wieder unter den Tisch fällt:
Der eine liess sein Bein im Feld, es bekam ein anderer dann.
Produced by Schleiche-Andi
Boah…es ist zwar kein richtiger Verhörer, eher ein Versinger…aber trotzdem total geil! Auf dem KfS hat der Schöne Flo neben mir gesessen und wir haben das Lied “Trommeln und Pfeifen” gesungen. An der Stelle: “Eidgenossen deckt Ihr den Fluß..” hat aber er “Eidgenossen deckt Ihr den TISCH” gesungen! Ich bin umgefallen vor Lachen!
Gestern vom Mechniker gehört:
Wir sind des Geyers schwarzer Haufen
und wollen mit Tyrannen SAUFEN.
Passt auch wieder in die “Essen-Trinken-Körperliche Interaktion”-Reihe
Oh, äh, es heißt nicht “saufen”? Alles klar…
“Und schlagen früh die Finken, dann tun wir auch mal stinken”
“Panama das ist die Hüpfburg, das ist die Hüpfburg für den Swing”
und ganz toll fand ich, als Kathrin das Lied “Die Sandbank” als “Die Sonnenbank” tituliert hat
“Lachse ziehen zum saichen auf, bis ans ziel und scheißen drauf.”
All diese Wellen, all diese Wellen
Die sollen bloß zur Hölle fahrn
Und keine Karten von diesen Ställen
…
“Vier arme Franziskaner, die trank ich in der Nacht…”
Wenn schon, dann 4 Warme Franziskaner!
-
hab ich mich wohl verhört
So, die taufrischen Mondegreens, die ich am Wochenende gesammelt habe und die endgültig zeigen, dass unsere Versingspiele nicht gerade die Krone der Dichtung sind:
“Pa-pa-panaché, pa-pa-panaché, pa-pa-panaché, ohe ohe…”
“Denn es wird Zeit, die ledernen Hosen zu tragen, die alten verwaschenen Schlampen zu schlagen…”
und, nicht wesentlich niveauvoller, aus dem gleichen Lied:
“Lasst uns freudig in die Ferne ziehn und durch Vögeln dem Hier und dem Jetzt entfliehn…”
Wenn die Bürger schlafen gehen würd ich glaub ich nicht so gern verhunzen – das mag ich nämlich ziemlich gern.
Bürger? Schlafen? Hat doch noch keiner erwähnt, oder?
Stimmt, das mag ich auch sehr gerne. Aber zumindest eine Umdichtung lass ich mir gefallen, made by Grundkurs 2008 (TM).
“Denn eine Nacht, die man mit RP/S verbracht, bedeutet Seligkeit und Glück!”
Und doch ich spiele auf der Gamoschka
man sieht mich auf dem Pissoir…
Mal noch einer, den Caro und ich zusammen hatten.
Bei “Kleiner Wicht” von den Apokalyptischen Reitern heisst es:
Jetzt dreh mal richtig durch du kleiner Wicht
NIMM DIR WAS DU WILLST TRITT AUS DEM SCHATTEN INS LICHT.
Und nicht etwa
NIMM DIR WAS ZU ESSEN AUS DEM SCHRANK MIT LICHT.
“säß an meinem Herd die die ich gebär”
argh, wenn ich nur wüsst was das fürn lied war..
war das nich die nussbraune! und hieß das nicht “sitzt in meinem herd, die die ich verzehrt”
ach ja und da war doch am wochenende noch anstatt “die neider verdammt” “die weiber verdammt”…
Der ramsteiner Stammesführer arbeitet hier nicht mit einem Winkelschleifer?
“Hier flext kein Aaron”
Ein arenberger Meutenführer pflegt an dieser Stelle das Parkett nicht?
“Hier wachst kein Aaron”
Oh je, die sind beide unglaublich schlecht… aber der Vollständigkeit halber…
im Notizbuch entdeckt, noch von der Ruwertal-Fahrt
einer vom Jannik: “wir sind eine geile verlorene Schar” (die “kleine verlogene Schar fehlt hier anscheinend auch noch….)
und einer vom Mo: “und ein stralsunder Tag geht wieder ins Land”
Der “Mehr Gleichberechtigung für Wölflinge beim Küchendienst Mondegreen.”
“Zu Ende sei dass kleine Leute schuften für die Soßen!”
“Brot und Wurst” bzw. “Wurst in Dosen” fehlten glaub ich auch noch.
und aus dem “Riesen Glombatsch aus Bibabombatsch” wird natürlich asszack der “Riese Glombatsch aus Oberbrombach”…
Und wo wir grad bei Liedern vom Wolfsgeheul WE sind würd ich grad sagen
“Komm, wir fliegen auf den Mund!”
Es gibt auch immernoch ganz klassische, die wir nicht haben. zum Beispiel:
Kamerad denkst du noch daran, an Lisbeth das Schwein.
Doch hören sie noch lange Zeit, wie der Rabe in der Ferne speit.
“Alle, die mit uns das Walross grillen…”
Auch immer gerne “gehört”:…fröhlich reiten Nordlands Tannen…”
mein toller Versinger vom Backesfest:
bei “Sturm bricht los” sing ich statt “über eisig kalten Wogen kommen Schiffe angeflogen” lieber mal “über eisig kalten Wogen kommt Schneewittchen angeflogen
Der feurige Wein er machte die Rund
bis der letzte Zecher erbricht.
Es gibt da ein Lied, mit dem kann man eine ganze Menge Schabernack treiben:
An der Allee die Pistazien blühen…
…über mir vögeln die Fliegen, es ist wieder Mai…
…über mir Flieger und Vögel, es gibt wieder Mais! Baby, Baby, es gibt Mais!
Endlich ein paar Nachträge:
-”Wo im ewgen Schnee stolz der Karlsberg thront.”
-”Unter dem Pflaster ja da liegt der Strand, komm schmeiß auch du ein paar Steine an die Wand.”
-Und aus dem neuen Bula Lied: “hat sich versammelt unser Hund” Ich kenne den originaltext noch nicht mal ganz, aber dank Hardy schon den ersten Mondegreen.
Frisch auf dem 10 Jahre Schandmaul Jubiläum hinzu gekommen:
“So war es denn geschehen, der schwarze Ritter war der Tiger.”
Die haben vermutlich ein Wölflingsspiel gespielt, und nachdem der schwarze Ritter abgeklatscht wurde, wurde der automatisch zum neuen Tiger.
Noch bis vor ein paar Jahren hab ich bei “Und wenn ein Lied” von den Söhnen Mannheims immer “Und wenn ein Lied deine Lippen verletzt” verstanden…
Wenn ich jetzt Lady Mondegreen lese, denk ich spontan an “Hit me Lady Mondegreen” von Britney Spears…
Ich hatte grad noch einen ziemlich guten, der Beweis dass die Mondegreen-Dichte mit fortschreitenden Englischkenntnissen nicht zwangsläufig abnimmt…
Sting singt nämlich in “Fields of Gold” (Hammersong, nebenbei) “You’ll remember me when the west wind moves among the fields of barley”, ich sing aber immer wenn ich mich nicht konzentrier “fields of garlic”
Hier der Weihnachtsklassiker (nachträglich):
Religionslehrer zur Klasse: “Wisst ihr denn wie der Sohn Gottes heißt?”
Mäxchen (meldet sich): “Owi!”
Religionslehrer: “Wie kommst du denn darauf?”
Mäxchen: “Na, in dem Lied heißt es doch ‘Gottes Sohn Owi lacht!’”
Mir fällt grad noch ein, dass ich mich lange gewundert habe, warum die in Nischni Nowgorod den Touristen nicht irgendein lokales hochprozentiges Gesöff, sondern ausgerechnet einen Rostock Gin hinstellen.
Bei mir war das noch blöder. Ich hab immer schon Rostow verstanden, war aber der Meinung dass Rostow eine deutsche Stadt an der Ostsee ist
Mein neuer Lieblingsmondegreen stammt aus “Unter den Toren”:
Geh mit der Nacht, eh der Frühnebel steigt,
nur das Feuer bleibt stumm und der Kleinlaster streikt…
Der ist wirklich super.
Eben noch eingefallen:
Dort in Saarbrücken Klarenthal geschah eine Geschicht,
die hat schön angefangen, doch endete so nicht.
Gestern habe ich erfahren, dass auch der Name des Reiseführerverlags “Lonely Planet” auf einen Mondegreen zurück geht.
Nachzulesen bei Tante Wikipedia unter “Verhörer.
Und der Schwenker kriegt die Reste, was vom Lumpen übrig blieb.
Oder wie man beim ZV auch gerne singt: “…was vom Rumpel übrig blieb.”
was vom Humpen übrig blieb…
Da war doch noch was in der Singerunde… Das Lied über die verschiedenen Mindesthaltbarkeitsdaten von Schokoriegeln:
…ob altes Mars ob neues Mars…
Auf’m SFT nach der Kaffeepause kam der ultimative Versinger (total unabsichtlich) zum Lied “Raubritter”..
In unsrer Knechtschaft Zeit griffen wir zu Waffeln.
http://www.youtube.com/watch?v=CYwnXJuBNTU&feature=player_embedded&fmt=18
Erstens: http://www.besserhoerer.net/
und zweitens hatte ich grade einen tollen Mondegreen. In der “Rabenballade” von den Streunern heißt es: “Die Falken sind nicht mehr zu sehn, nun lasst uns fürstlich speisen gehn.”
Ich habe aber verstanden: “Die Falken sind nicht mehr zu sehn, nun lasst uns Würstchen speisen gehn.”