Archiv für Januar 2008

Leseliste

Wie schon öfter erwähnt steht im April meine Zwischenprüfung im Fach Englisch an. Die dreißigminütige mündliche Prüfung in Englischer Sprache ist der erste richtige, und gleichzeitig einer der größten Prüfsteine meines Studiums. Vorzubereiten sind 10 größere Literarische Werke und eine Einführung in die Literaturwissenschaft im Prüfungsteil Literatur. Im linguistischen Teil werden eine Einführung in die Sprachwissenschaft, eine Grammatik auf universitärem Niveau, ein Überblickswerk über die Englische Sprachgeschichte, ein Text in einer der früheren Englischen Sprachstufen (Alt-, Mittel-, oder Frühneuenglisch), sowie zwei frei wählbare Spezialgebiete aus der angewandten Linguistik verlangt.

Klingt nach einem Haufen Zeug. Ist es auch. Aber ich habe zum Glück frühzeitig angefangen und einen Großteil der Literatur zumindest schon einmal gelesen. Hier sind “meine” Bücher:

Literatur:
William Shakespeare: Romeo and Juliet

Tennessee Wiliams: The Glass Menagerie

Bram Stoker: Dracula

Mary Shelley: Frankenstein or the Modern Prometheus

Rudyard Kipling: The Jungle Book

Harriet Beecher Stowe: Uncle Tom’s Cabin

Daniel Defoe: Robinson Crusoe

Edgar Allen Poe: Short Stories: The Black Cat, The Tell-Tale Heart, The Murders in the Rue Morgue.

William Shakespeare: Sonnets Nr. 1, 18, 60, 73, 97, 116, 130, 147

Emily Dickinson: Poems: Success is Counted Sweetest, Hope is the Thing with Feathers, I’m Nobody! Who are you?, The Soul Selects her own Society, A Bird came down the Walk, I died for Beauty but was Scarce, I Heared a Fly Buzz when I Died, The Brain is Wider than the Sky

Mario Klarer: Einführung in die Anglistisch-Amerikanistische Literaturwissenschaft

Linguistik:
George Yule: The Study of Language (Überblick)

Martin Hewings: Advanced Grammar in Use (Grammatik)

Albert C. Baugh und Thomas Cable: A History of the English Language (Sprachgeschichte)

Geoffrey Chaucer: The Canterbury Tales, General Prologue (Mediavistisch relevanter Text)

Peter Verdonk: Stylistics, Oxford Introductory Series (Spezialgebiet 1)

Peter Roach: Phonetics, Oxford Introductory Series (Spezialgebiet 2)

Noch habe ich nicht alle diese Bücher gelesen, ich besitze nichtmal alle. Wenn es soweit ist veröffentliche ich aber mal ein Foto von dem Stapel, ich denke das könnte ganz interessant werden.

Lady Mondegreen

Als “Mondegreen” werden “Verhörer”, beispielsweise in Gedichten und Liedern bezeichnet.

Die amerikanische Autorin Sylvia Wright prägte den englischen Ausdruck Mondegreen und verwendete ihn erstmalig 1954 in einem Artikel in der Zeitschrift Harper’s Bazaar. Sie hatte als Kind die alte schottische Ballade „The Bonny Earl of Murray“ gehört, in der ihrer Meinung nach die Zeile vorkam:

»They ha’e slain the Earl of Murray / And Lady Mondegreen.« (Sie haben den Earl of Murray erschlagen / Und Lady Mondegreen.)

Später musste sie erfahren, dass die Zeilen in Wahrheit lauteten:

»They ha’e slain the Earl of Murray / And laid him on the green.« (Sie haben den Earl of Murray erschlagen / Und legten ihn aufs Gras.)

aus der Wikipedia

Das bekannteste deutsche Beispiel ist gleichzeitig der Titel von mittlerweile zwei Büchern von Axel Hacke und Michael Sowa.

Hacke hatte als Kind einen Verhörer bei dem Abendlied “Der Mond ist Aufgegangen“. Dort heißt es:

[...] “und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.”

Hacke aber verstand:

[...] “und aus den Wiesen steiget der weiße Neger Wumbaba.”

Ich hatte heute Gelegenheit in die Hörbücher rein zu hören, was zu spontanen Lachkrämpfen führte. Wenn sich die Chance ergibt, unbedingt lesen!

Danke an Annina für den Tip mit den Hörbüchern und an Mo, von dem ich den Ausdruck “Mondegreen” kenne.

Robinson Crusoe

Einer der Titel auf meiner Lektüreliste für die Zwischenprüfung in Englisch ist Robinson Crusoe.
Bereits vor einiger Zeit habe ich die Lektüre beendet, komme aber erst jetzt zum bloggen.

Auch hier dürfte der Plot den meisten Lesern bekannt sein. Deshalb eher etwas zur Bedeutung des Werkes.

Robinson Crusoe gilt für viele Literaturwissenschaftler als erster moderner Roman in Englischer Sprache, was besonders an der detailierten und “straight forward” gerichteten, schnörkellosen Beschreibung der Ereignisse durch den Protagonisten festgemacht wird. Dies war vorher nicht üblich und wird in Robinson Crusoe auch gleich benutzt um etwas über den Charkter des Helden auszusagen.

Robinson’s Detailversessenheit in der Aufzählung von augenscheinlich unwichtigsten Kleinigkeiten kann dem Leser stellenweise ebenso auf den Wecker fallen wie seine nicht vorhandene Beschreibung einiger der Personen in seinem Leben ihn verwundern mag. Gerade hierüber gewinnt man jedoch einiges an Einblick in die Psyche der Figur.

Der Autor, Daniel Defoe, schneidet in seinem Meisterwerk einige wirklich sehr interessante Themen an. Allem voran den Beginn des Englischen Kolonialismus, der in der Beziehung von Robinson und Freitag in einem ganz besonderen Licht erscheint.

Dies sind nur einige der Punkte, wegen derer es sich lohnt das Buch einmal in die Hand zu nehmen. Wenn man will kann man es nämlich auch ganz einfach als die spannende Abenteuergeschichte lesen, als die es bekannt geworden ist.

Data

“When writing your Staatsexamensarbeit you will have to work with Data.”

Sollte ich mir Gedanken machen, wenn ich bei diesem Satz, der heute in der Vorlesung fiel, vor meinem inneren Auge als allererstes ein Bild hatte, auf dem ich mit diesem Typen vorm Computer saß und über Englische Literatur redete?

Im just too white and nerdy… :-)

Über Burnout und “Geringe Anforderungen im Studium”

Wer in Deutschland studiert, weil er Lehrer werden will, macht das sehr oft aus Verlegenheit.

Einen sehr Interessanten Artikel über die Beweggründe auf Lehramt zu studieren und die sich daraus ergebenden Konsequenzen gibt es bei jetzt.de.

Eine Studie zeigt, dass ein Großteil der Lehrer, die an BurnOut und Überbelastung leiden die sind, die eigentlich nie wirklich Lehrer werden wollten. Dies sind laut der Studie äusserst viele, und auch ich kann aus meiner subjektiven Erfahrung heraus diesem Punkt zustimmen:
Von einem Großteil meiner Kommilitonen höre ich oft, Sätze wie “Ich will eigentlich gar kein Lehrer werden”. Auf die Frage “Warum tust du es dann?” bekomme ich ähnliche Gründe wie sie auch die Studie ans Licht bringt zu hören:
Wegen dem sicheren Job, dem Beamtenstatus, den vielen Ferien (auch wenn dieser Punkt natürlich sehr blauäugig ist) und so weiter.

Der einzige Punkt, den ich nicht so richtig nachvollziehen kann ist dieser:

Geringe Anforderungen im Studium und damit mehr Zeit für persönliche Interessen sind nach den Ergebnissen von Rauin und seinem Team auch wichtig bei der Berufswahl.

Geringe Anforderungen im Studium? Im Vergleich zu was? Einem Mathematikstudium? Vielleicht. Einem Medizinstudium? Bestimmt. Würde ich jedoch die selben Fächer wie im Moment nicht auf Lehramt sondern auf Magister studieren würden die Anforderungen sogar drastisch fallen. Die zu erbringenden Leistungen sind zumindest in den Fächern Anglistik und Germanistik in beiden Studiengängen nahezu identisch, nur dass für die Magisterstudenten das Bildungswissenschaftliche Begleitstudium wegfällt. Und das ist ein ganz schöner Batzen.

Aber sei es drum. Ich finde es nichtmal verwerflich aus den oben genannten Gründen auf Lehramt zu studieren. Bei mir war es schließlich zunächst auch nur die “zweite Wahl”. Wenn ich allerdings bei mir selbst nicht an ein Talent für den Job glauben würde und absolut keine Lust darauf hätte, wäre meine Wahl sicher nicht auf das Lehramtsstudium gefallen. Denn wie die Studie schon sagt, im Endeffekt tut man sich damit keinen Gefallen.

Aufmerksam wurde ich auf den Artikel bei Jochen English.

Eine Frage hätte ich noch…

[Trigami-Review]

Wer kennt es nicht. Man ist unterwegs und irgendeine Frage brennt gewaltig unter den Nägeln. W-Lan gibt es längst nicht überall und jemanden anzurufen bringt nur dann etwas wenn es sich um etwas handelt, dass jeder mal eben so weis. Mit dem Mobiltelefon ins Internet gehen ist erstens teuer und zweitens unbequem, wenn man nicht grade iPhone Besitzer ist.

Für genau solche Fälle ist die Community von www.hiogi.de gedacht. Das Prinzip ist idiotensicher: Man schickt einfach eine Frage per SMS an die 44044. Diese landet auf der hiogi Webseite und die Community versucht so schnell wie möglich eine Antwort zu finden, die dem Fragesteller dann ebenfalls per SMS zugestellt wird.

Die Fragen können dabei aus allen Möglichen Bereichen stammen, sei es wie lange ein bestimmter Laden im Heimatort geöffnet hat, wie es gerade beim Fußball steht oder richtige Wissensfragen auf verschiedenen Gebieten.

Da sich Leute aus ganz Deutschland bei hiogi tummeln ist die Wahrscheinlichkeit gerade bei Fragen nach Ausgehtipps, Öffnungszeiten und der Gleichen ziemlich hoch, dass einem weitergeholfen wird, auch wenn die gesuchte Info mal nicht im Internet steht. Wenn zum Beispiel jemand wissen will was in Wallerfangen bei Botan ein großer Döner kostet oder so…

Und das funktioniert?

Nach meinem Test zu urteilen: Ja! Um es nicht zu einfach zu machen habe ich eine Testfrage aus meinem Studium gestellt.

Wie lautet die II. Ablautreihe der althochdeutschen starken Verben.

Eine Fangfrage, denn wie der gebildete Germanist weis gibt es von der zweiten Ablautreihe gleich zwei verschiedene Versionen.
Erstmal war ich ziemlich begeistert, denn bereits nach gut 10 Minuten hatte ich eine Antwort. Diese war nicht nur korrekt mit den Reihen IIa und IIb, sondern man hatte mir sogar noch ungefragt die jeweilige Entsprechung im Indogermanischen mitgeschickt, Respekt! Leider hat mein Handy aus einigen Klammern und Doppelpunkten Smileys gemacht, was der Übersichtlichkeit nicht gerade gut tat. Trotzdem eine saubere Leistung.

Aber mit einem Test hab ich mich natürlich nicht zufrieden gegeben und so beauftragte ich den Schneyra mit einem weiteren Test. Der fragte dann nach den Samstags-Öffnungszeiten von Hertie in Idar-Oberstein. Auch er bekam 10 Minuten später Antwort. Eine Hertie Filliale in I-O konnte nicht ausgemacht werden, diese haben aber für gewöhnlich alle bis 18 Uhr geöffnet. Auch ein Alternativgeschäft wurde ihm gleich genannt.

Fazit: Wenn man unterwegs schnell eine Iformation braucht ist hiogi auf jeden Fall einen versuch wert. Bei mir kommt die Nummer auf jeden Fall mal ins Handy Telefonbuch.

Wer sich selbst ein Bild machen will kann hier eine kostenlose Testfrage stellen- Fordert die Jungs da mal ein Wenig. Ich freu mich schon auf weitere Erfahrungsberichte in den Kommentaren.

Jede weitere SMS kostet 39 Cent. Ansonsten fallen keine Gebühren an und anmelden muss mansich auch nirgends.

Vielleicht hat ja auch jemand lust dort mal mit seinem eigenen Wissen zu glänzen? Die Community freut sich sicher über neue Mitarbeiter.

Do & Don’t (Rolltreppen Edition)

Don’t:

    Auf einer Rolltreppe stehen bleiben, die ausser Betrieb ist und sich dann wundern, wenn man nicht unten ankommt.

So gesehen heute bei $Oma im Trierer Alleencenter. Sie hat bestimmt 20 Sekunden gebraucht um zu merken, dass sie sich ja gar nicht von der Stelle bewegt. :-)

Schnelle Truppe!

Die erst gestern bei Amazon bestellte Full Metal Village-DVD hat mir der Postbote grad eben bereits gebracht! Nicht mal 24 Stunden, ohne das ich diese Option überhaupt ausgewählt hätte. Prospekt, prospekt!

Das Steel-Case kann sich echt sehen lassen und wie beschrieben ist auch noch ein Poster und ein Sturmfeuerzeug dabei. Coole sache!

Full Metal Hörsaal

Full Metal Village ist ein deutscher Dokumentarfilm von Regisseurin Cho Sung-hyung, gedreht in den Jahren 2005 und 2006 im Schleswig-Holsteinischen Dorf Wacken, dem Veranstaltungsort des Wacken Open Air Festivals.
Wikipedia

Was in der Wikipedia nicht steht ist, dass dieser Film gestern Abend an der UT im Hörsaal 2 gezeigt wurde, und das es mit Abstand der beste war, den ich seit langem gesehen habe.
Zum Glück war ich schon lange vor Einlass da, denn einen solchen Andrang hab ich bei den Veranstaltungen des Cineasta noch nicht erlebt. Die Leute Standen zeitweise bis an den Ausgang vom B Gebäude. Der Hörsaal 3, nach dem Audimax meines Wissens nach der zweitgrößte Hörsaal an unserer Uni, war jedenfalls fast ausverkauft.

Der Film konnte mich absolut begeistern. So habe ich nicht mehr über einen Film gelacht seit ich zum ersten mal Fluch der Karibik (Teil 1) gesehen habe. Das Zusammenprallen zweier Kulturen ist da nur eine Quelle für fantastische Situationskomik. Schon die Menschen allein sorgen in ihrer herrlich ländlichen Art der Kommunikation, die zweite Lautverschiebung ist an ihnen vollends vorbeigezogen, für viele unglaublich witzige Szenen.
Wie gut mir der Film gefallen hat erkennt man an meiner ersten Handlung heute Morgen: Ich habe mir die DVD bestellt. Und ausnahmsweise mal nicht gebraucht sondern neu und in der Sammler Edition.

Neben der guten Unterhaltung hat mir der Streifen auch noch mehr Lust darauf gemacht Wacken endlich live zu sehen. Die Karte ist schon da!

Des Nachts wohl um halb Zwölfe

Hinter mir liegt ein überaus arbeitsreiches, aber auch spaßiges und vor allem produktives Wochenende. Die Arbeit am Landeswölflingsliederbuch “Wolfsgeheul” ist nun in die heiße Phase getreten und so traf sich am Samstag im Laufe des Tages ein siebenköpfiges Redaktionsteam im “Pfadfinderzentrum Thomas Schnubel”.
In einer unglaublichen Mammut Aktion tippten wir gestern gut 150 Lieder, darunter Klassische Wölflingslieder, eher unbekannte Kinderlieder aber auch einige Lieder für besondere Anlässe.
Die allermeisten sind schon mit Gitarrengriffen versehen und auch Noten haben wir für etwa 90% herausgesucht. Diese gilt es nun zu vervollständigen und auch noch einmal neu in den Computer einzugeben, denn natürlich geben wir uns nicht mit dem Kopieren von schon tausend mal zuvor kopierten Kopien von Kopien zufrieden.
Nach einem harten Arbeitstag schoben wir dann die Möbel in meinem Zimmer auf die Seite und ließen bei einem Becher Tschai ein paar Lieder durch die ansonsten eher unbelebte Gartenstraße klingen. Nun wissen die Nachbarn auch, dass hier ein Pfadfinder wohnt.

Bei allen Beteiligten möchte ich mich auf diesem Wege noch mal für das wirklich produktive Wochenende und die tolle Stimmung bedanken. Nachdem das KfM Vortreffen am letzten Wochenende schon so effizient war kann ich im Moment behaupten: Wenn morgen Wahl-LV wäre würd ich’s glatt noch mal 2 Jahre machen. Mal sehen mit welchem Fuß ich aufgestanden bin wenn’s drauf ankommt.

In den nächsten Tagen wird auch eine aktualisierte Version der Liederliste online gehen, zu finden dann im Wölflingsteil auf bdp-rps.de. Händeringend gesucht werden jetzt die Künstler im LV, die zu den Liedern ein paar schöne Bilder beisteuern können.

Und weil sie es sich verdient haben (und damit ich es später im Impressum nicht vergesse), hier das Redaktionsteam vom Wochenende:
(In Alphabetischer Ordnung)

ela (Michaela Buldt, Stamm Schwarzer Milan)
franz (Franz Joachim Brand, Stamm Schwarzer Milan)
hannah (Hannah Wagner, Stamm Raugrafen)
mo (Moritz Ehl, Stamm Falke)
steffi (Steffi Kappler, Stamm Idar-Oberstein)
tobi (Tobias Feis, Stamm Phönix)
Und meiner einer.

Danke, ihr wart Spitze!






Zeo