Mo, die Mama und ich bestiegen nach dem Konzert die Red Pearl. Caro musste in die andere Richtung, weshalb wir sie nurnoch aus der Stadt lotsten und dann getrennter Wege weiter fuhren. Eigentlich freute ich mich in diesem Moment schon auf mein Bett. Es sollte noch eine lange Nacht werden.
Wir hatten Trier gerade erst hinter uns gelassen als mir auffiel, dass mit meiner Pearl etwas nicht stimmte. Mit Vollgas und bergab waren mehr als 100 km/h nicht mehr drin und die Hitzeanzeige machte mir auch Sorgen. An der Raststätte Hochwald fuhr ich ab um einmal unter die Haube zu schauen. Keine Minute zu früh, denn als ich den Deckel anhob machte es auch schon “plopp” und “zisch”, woraufhin sich der Inhalt meines Kühlwasserbehälters großzügig über den Boden des Tankstellengeländes verbreitete.
Dass die Mama mit zum Konzert war muss Schicksal gewesen sein, denn die ist Plus-Mitglied im ADAC. Nach einer knappen Stunde kam ein gelber Engel, der sich die Sache ansah und eine kaputte Zylinderkopfdichtung diagnostizierte. Spaß!
Als Plusmitglied hatten wir das Glück nach Hause gebracht zu werden. Die Pearl landete auf der Ladefläche des ADAC Lasters und die Mama auf dessen Beifahrersitz. Viel mehr Platz gab es leider nicht und auf einen Leihwagen hätten wir drei Stunden warten müssen. So entschieden Mo und ich uns zurück zu bleiben, auf den “Scout Modus” zu schalten und unser Glück mit dem Daumentaxi zu versuchen. Die Mutter erklärte uns für verrückt und glaubte nicht daran, dass wir es jemals von diesem Parkplaz runter schaffen würden. Unwissende! Man muss es nur richtig anstellen.
So standen wir Beide, mitlerweile war es nach ein Uhr, ziemlich einsam an der Raststätte und hielten bei den wenigen Fahrzeugen, zumeist LKWs, die um diese Zeit dort noch verkehrten den Daumen raus. Nach kurzer Zeit überlegten wir uns, dass wir wohl dreister werden müssten um dort weg zu kommen und stellten unsere Strategie um. Jetzt sprachen wir die Leute direkt an der Tankstelle an und erklärten unsere Situation. Und siehe da: Beim dritten Auto hatten wir Glück. Martin und Philipp, ihres Zeichens Fahrer eines nagelneuen BMW 325i boten uns an uns zumindest bis Saarbrücken mitzunehmen. Besser gings nicht! Naja… ein bisschen besser wäre es doch noch gegangen, denn die beiden waren nicht nur BMW fahrer, sondern leider auch Techno-Freaks. Jetzt passt das unten erwähnte Zitat aber endgültig:
Im Leewe net! Im Leewe is das kä Musik, das is e Affezirkus!
Aber man will ja nicht meckern. In Saarbrücken verabschiedeten wir uns von den beiden und spazierten in Richtung Ludwigskreisel, wo wir von der Mama abgeholt wurden.
Eine lange Nacht geht zu Ende und ich muss sagen: Wenn ich nicht wüsste, dass mein Auto kaputt ist hätte mir dieses kleine Abenteuer sogar ne Menge Spaß gemacht.
Ich denke ich werde demnächst meine eigene Mitgliedschaft beim ADAC auch upgraden. Viel Sinnvoller kann man als Autofahrer sein Geld vermutlich echt nicht anlegen. So ich denn noch lange Autofahrer sein sollte. Ob die Pearl noch einmal geflickt werden kann beziehungsweise ob dies sich lohnt steht noch in den Sternen. Ich hoffe darauf…

hoff ioch aber auch, das die pearl schnell geflickt ist.
wie willste denn sonst morgen zur weltbesten kirb kommen!!!
wehe du versetzt mich wie der reudige staablumbe der sich bruder schimpft!!! na warte der denkt wohl nur weil er fliee kann kinnt er nit mehr geschwaadt ‘gen
da kann ich dich in doppelter hinsicht beruhigen:
1. das erste was ich heut gemacht hab war mir für morgen dem vadder sein Auto zu reservieren
2. den räudigen bruder bring ich doch mit
–> easy