Morgen Abend geht es auf Reisen. Den ganzen September werde ich in Irland verbringen, genauer gesagt in Ballinrobe, County Mayo, einer Kleinstadt im Westen der irischen Republik, unweit von Galway.
Dort werde ich an der örtlichen Schule ein vierwöchiges Praktikum machen. Viel mehr weiss ich auch noch garnicht. Ich habe keine Ahnung um welche Schulform es sich handelt oder mit welcher Jahrgangsstufe ich zu rechnen habe, ob ich selbst Unterricht halten soll oder nur hospitiere, wie viele Stunden ich habe… nichtmal wo ich wohnen werde ist 100% klar.
Die Stelle an der Schule hat mir ein Bekannter meines ehemaligen Klassenlehrers besorgt, wofür ich auch sehr dankbar bin, denn es war schon alles ein bisschen kurzfristig. Etwas zu wohnen will er mir bis morgen besorgt haben. Ich hoffe das klappt.
Morgen geht nun erstmal um 22 Uhr mein Flug nach Dublin, wo ich die Nacht am Flughafen verbringen werde. Am Samstag morgen geht es dann mit dem Bus über Galway nach Ballinrobe, wo ich mich mit Mr. Walkin, dem Freund meines Lehrers, treffe. Danach bin ich hoffentlich schlauer.
Ob und wie regelmäßig ich in Irland einen Internetzugang haben werde weiß ich natürlich auch noch nicht, weshalb morgen im Laufe des Tages auch die Kommentare wieder gesperrt werden, ich hoffe aber in den vier Wochen ab und zu zum bloggen zu kommen.
Wie man sieht habe ich ein ganz schönes Abenteuer vor mir und im Moment saust mir ehrlich gesagt auch ein bisschen die Muffe. Aber ein paar unklarheiten im Vorfeld schrecken doch keinen Captain Thomas Schnubel?!
Übrigens:
Vielleicht hat ja mal jemand Bock mich besuchen zu kommen. Die Semesterferien gehen noch ne Weile und Ryanair fliegt ab 1 Cent.
Mo, die Mama und ich bestiegen nach dem Konzert die Red Pearl. Caro musste in die andere Richtung, weshalb wir sie nurnoch aus der Stadt lotsten und dann getrennter Wege weiter fuhren. Eigentlich freute ich mich in diesem Moment schon auf mein Bett. Es sollte noch eine lange Nacht werden.
Wir hatten Trier gerade erst hinter uns gelassen als mir auffiel, dass mit meiner Pearl etwas nicht stimmte. Mit Vollgas und bergab waren mehr als 100 km/h nicht mehr drin und die Hitzeanzeige machte mir auch Sorgen. An der Raststätte Hochwald fuhr ich ab um einmal unter die Haube zu schauen. Keine Minute zu früh, denn als ich den Deckel anhob machte es auch schon “plopp” und “zisch”, woraufhin sich der Inhalt meines Kühlwasserbehälters großzügig über den Boden des Tankstellengeländes verbreitete.
Dass die Mama mit zum Konzert war muss Schicksal gewesen sein, denn die ist Plus-Mitglied im ADAC. Nach einer knappen Stunde kam ein gelber Engel, der sich die Sache ansah und eine kaputte Zylinderkopfdichtung diagnostizierte. Spaß!
Als Plusmitglied hatten wir das Glück nach Hause gebracht zu werden. Die Pearl landete auf der Ladefläche des ADAC Lasters und die Mama auf dessen Beifahrersitz. Viel mehr Platz gab es leider nicht und auf einen Leihwagen hätten wir drei Stunden warten müssen. So entschieden Mo und ich uns zurück zu bleiben, auf den “Scout Modus” zu schalten und unser Glück mit dem Daumentaxi zu versuchen. Die Mutter erklärte uns für verrückt und glaubte nicht daran, dass wir es jemals von diesem Parkplaz runter schaffen würden. Unwissende! Man muss es nur richtig anstellen.
So standen wir Beide, mitlerweile war es nach ein Uhr, ziemlich einsam an der Raststätte und hielten bei den wenigen Fahrzeugen, zumeist LKWs, die um diese Zeit dort noch verkehrten den Daumen raus. Nach kurzer Zeit überlegten wir uns, dass wir wohl dreister werden müssten um dort weg zu kommen und stellten unsere Strategie um. Jetzt sprachen wir die Leute direkt an der Tankstelle an und erklärten unsere Situation. Und siehe da: Beim dritten Auto hatten wir Glück. Martin und Philipp, ihres Zeichens Fahrer eines nagelneuen BMW 325i boten uns an uns zumindest bis Saarbrücken mitzunehmen. Besser gings nicht! Naja… ein bisschen besser wäre es doch noch gegangen, denn die beiden waren nicht nur BMW fahrer, sondern leider auch Techno-Freaks. Jetzt passt das unten erwähnte Zitat aber endgültig:
Im Leewe net! Im Leewe is das kä Musik, das is e Affezirkus!
Aber man will ja nicht meckern. In Saarbrücken verabschiedeten wir uns von den beiden und spazierten in Richtung Ludwigskreisel, wo wir von der Mama abgeholt wurden.
Eine lange Nacht geht zu Ende und ich muss sagen: Wenn ich nicht wüsste, dass mein Auto kaputt ist hätte mir dieses kleine Abenteuer sogar ne Menge Spaß gemacht.
Ich denke ich werde demnächst meine eigene Mitgliedschaft beim ADAC auch upgraden. Viel Sinnvoller kann man als Autofahrer sein Geld vermutlich echt nicht anlegen. So ich denn noch lange Autofahrer sein sollte. Ob die Pearl noch einmal geflickt werden kann beziehungsweise ob dies sich lohnt steht noch in den Sternen. Ich hoffe darauf…
Nachdem ich den Mechaniker zu Hause abgesetzt hatte ging es zu Carmen in die WG, wo ich dankenswerterweise die Dusche benutzen durfte. Bei einem Schokoladeneis philosophierte ich dann mit Frau Spier noch ein wenig über die Zukunft des LV und das Leben allgemein. Ein Anruf bei Caro brachte noch einmal Wirbel in die Konzertvorbereitung. Mitlerweile hatten drei Leute abgesagt und wir standen nicht nur mit den Tickets, sonder auch mit dem Problem, dass Caro nicht alleine nach Trier fahren wollte da. Alle Anrufe bei möglicherweise interessierten Freunden blieben erfolglos, so kurzentschlossen war niemand. Ich sah mich schon mit Mo alleine vor der Bühne stehen, denn der war schon im Zug unterwegs. Dann fiel mir aber ein, dass meine Mama immer begeistert ist, wenn ich die Schandmaul DVD am laufen habe. Zwei Anrufe Später war Caro also mit ihr verabredet um gemeinsam nach Trier zu kommen.
Während dessen hatte ich mich mit Mo getroffen und mit leichter Verspätung das Trierer Amphitheater erreicht.
Vier Bands sollten an diesem Abend spielen. Anne Clarck, die Letzte Instanz, ASP und natürlich Schandmaul. So hatte ich mir auch die Reihenfolge gedacht, und da Anne Clarck mich nicht wirklich vom Hocker hauen konnte sah ich in der Verspätung auch kein großes Problem. Pustekuchen! Letzte Instanz hatte eröffnet und so bekamen wir von dieser tollen Band leider nurnoch den Abbau mit.
Stattdessen durften wir also dem kompletten Auftritt von Anne Clarck beiwohnen. Ich will mich hier garnicht zu viel darüber auslassen und das eigentlich passende He-Man Zitat heb ich mir auch für einen späteren Eintrag auf. Sagen wir einfach es war eine Stunde meines Lebens, die ich gern wieder hätte.
Pünktlich zu ASP tauchten Caro und Mama Schnuub auf, so dass wir uns nach einem kleinen Besuch am Merchstand endlich ins Getümmel werfen konnten. Nach drei Songs von ASP war ich für die Stunde zuvor versöhnt, denn das war schon ein ganz anderes Kaliber von Musik.
Pünktlich um halb zehn begann dann das Konzert von Schandmaul, wozu ich nach meinem dritten Live besuch bei dieser tollen Gruppe wenig neues sagen kann. Es ist einfach immer wieder schön und ich war sicher nicht zum letzten mal da.
Das Problem mit der an sich tollen Kulisse des Amphitheaters ist, dass es mitten im Wohngebiet liegt. So kam auch schon nach dem zweiten Song die erste Beschwerde wegen Lärmbelästigung und die Forderung um punkt elf das Konzert zu beenden. Schandmaul wäre aber nicht Schandmaul wenn man nicht auch aus einer anderthalben Stunde ein tolles Konzerterlebnis machen könnte. So flog dem begeisterten Publikum ein Kracher nach dem anderen um die Ohren und die Pausen zwischen den Songs beschränkten sich auf ein Minimum.
Um kurz vor elf musste tatsächlich die letzte Nummer angestimmt werden. Sehr zum Unmut der Band, der man angemerkt hat, dass sie gerne noch weitergespielt hätte. Sehr begeister war ich in dieser Situation vom Publikum, da es Verständnis für die Situation bewies und gänzlich auf die obligatorischen “Zugabe” rufe verzichtete. Stattdessen wurde die Band gefeiert und der Refrain von “Dein Anblick” schallte noch in die Nacht, als der Strom schon lange abgestellt war.
Eigentlich begann der Nachhauseweg von der Schmidtburg aus ziemlich entspannt. Nachdem wir den Schneyra gegen Carmen eingetauscht hatten liessen wir uns erstmal im Spier’schen Elternhaus mit Kaffee und Kuchen verwöhnen und machten uns dann auf den Weg nach Trier, wo Carmen und der Mechaniker wohnen und ich des Abends auf ein Konzert meiner Lieblingsband Schandmaul gehen wollte.
Die Red Pearl tuckerte gerade über die Gipfel des tiefsten Hunsrück als plötzlich ein Auto quer auf der Strasse stand. Natürlich hielten wir an um nach dem rechten zu sehen. Der Grund für das liegenbleiben war so ziemlich der dümmste den ich mir vorstellen kann, wenn ich auch selbst ständig davon bedroht bin: kein Sprit!
Oh, das trifft sich gut! Ich hab zufällig nen 20 l Kanister im Kofferraum!
Als ich diesen Satz sprach dachte ich eigentlich dem mittelalten Pärchen würde vor Freude der Hut hoch gehen. Stattdessen hörte ich nur ein Hoffnungsloses
Auch Diesel?
Damit konnte ich natürlich nicht dienen. Da ein mit drei Pfadfindern beladenes Auto aber nicht anders kann als zu helfen boten wir uns an zu einer angeblich etwa 2 km entfernten Tankstelle zu fahren um einen Kanister zu besorgen. 2 km stimmte. Aber in der Vertikalen! Nachdem wir den Mount Evverest runter gefahren waren (so fühlte es sich zumindest an) fanden wir tatsächlich die besagte Tankstelle. Selbstverständlich hatte diese geschlossen. Nachdem mir keine neuen Schimpfworte mehr einfielen machten wir uns zur nächsten Tanke auf und fanden in weiteren fünf kilometern Entfernung eine geöffnete Station. Nach einer guten halben Stunde kamen wir mit dem Diesel wieder bei den gestrandeten an, die sich tausendfach bei uns bedankten und sich nicht davon abhalten ließen und 30 € für unsere Mühe zuzustecken. Somit hatten wir unsere eigenen Fahrtkosten zum Singetreffen wieder gut gemacht und die sprichwörtliche gute Tat für diesen Tag war auch abgehakt.
Nachdem alle Hamster, Frettchen und toten Katzen vom Vorabend aus unseren Mundhöhlen vertrieben waren machten wir, dass heißt der Schneyra, der Mechaniker und meine Wenigkeit, uns auf den Weg zur Schmidtburg.
Das Singetreffen des Landesverbandes ist immer eine schöne Sache und für mich einer der fixen Termine im Pfadfinderjahr. Dort trifft man nicht nur immer alte Bekannte, sonder kann auch wirklich schöne Singeabende in fantastischer Kulisse genießen.
So auch diesmal. Besonders erfreulich fand ich, dass die Liedbeiträge im Vergleich zum letzten Jahr wieder mehr geworden sind. Auch ich hatte einen kleinen Auftritt mit meiner Fahrtengruppe “Unseren Vättern ihre Söhne”, die das Lied zur gerade vergangenen Landesfahrt präsentiert hat.
Auch das sonst des öfteren spärlich bestückte kalte Buffet konnte diesmal überzeugen und des Mechanikers und mein “Nudelsalat of Destruction” (Zutaten u.a. 12 Knoblauchzehen und 1 Glas Sambal Oelek) kam sehr gut an. Den gibts dann ab jetzt öfter.
Bis halb fünf habe ich es ausgehalten und fiel dann müde aber zufrieden in den Schlafsack. Lange sollte die Nacht nicht dauern, denn am anderen Tag sollte noch einiges geschehen. Viel was geplant war, aber auch einige Überraschungen…
Die erste Episode des Wochenendes spielt in Veitsrodt auf Rock am Markt. Dort war ich mit den Gebrüdern Gengenbach, dem Schneyra und Chef-Rohrverleger Kacki angereist um die toten Ärzte zu hören. Seit langem waren wir mal wieder in dieser Konstellation unterwegs und schnell stellten wir fest, dass dieses Erfolgsrezept immernoch aufging. Wir waren alle (bis auf den Schneyra, der fahren musste und uns zwang Bier zu trinken) ziemlich gut dabei und standen irgendwann auch auf der Bühne, wo wir die Band dabei unterstützten den Hosen-Klassiker “Bommerlunder” ins Publikum zu gröhlen.
Zu noch späterer Stunde hatten wir dann die Idee des Abends. Die Stehtische, Merch-Artikel der Firma Kirner Pils, hatte es uns angetan und so beschlossen wir uns ein Exemplar für das Singetreffen “auszuleihen”. Fix hatten der Mechaniker und ich das gute Stück abgebaut und unter den Arm geklemmt und marschierten Richtung Ausgang. Eingezäunt war das Gelände zwar nicht, aber die Security passte leider auf und so ertönte in unserem Rücken ziemlich bald der Ruf “Legt das Zeug hin und macht dass ihr wegkommt.” Dem leisteten wir zügig Folge… Auch der Versuch von “Team 2″ endete erfolglos und wir mussten ohne Stehtisch, dafür aber mit einer neuen Geschichte von dannen ziehen. Der Tisch hätte sich so schön in der Kohte gemacht…
Und zwar blogable Events! Gleich vier fünf Ereignisse gibt es vom Wochenende zu berichten, manche mehr, manche weniger erfreulich. Um den Leser nicht zu überfordern werde ich heute also alle zwei Stunden einen Beitrag freischalten. Man darf gespannt sein…
…der sie zählt. Gerade habe ich seit längerem mal wieder ins BILDblog reingeschaut und bin über den neuen Webespot gestolpert. Unbedingt ansehen! Ich hab mich ganz schön beömmelt…
Dabei krieg ich spontan Lust mal wieder ne Folge Stromberg zu sehen. Oder doch Ladykracher? Oder beides…
Update:
Die nächsten Möglichkeiten, den Spot im Fernsehen zu sehen:
heute, ca. 21.50 Uhr, Comedy Central
heute, ca. 23.20 Uhr, Comedy Central
Freitag, ca. 5.50 Uhr, Sat.1
Freitag, ca. 9.00 Uhr, Sat.1
Freitag, ca. 16.05 Uhr, Comedy Central
Freitag, ca. 17.35 Uhr, Viva
Treue Leser erinnern sich sicher noch an meine Auseinandersetzung mit dem Frosch. Von dem habe ich zum Glück nie wieder etwas gehört. Aber in Ägypten war es nach einer Plage ja auch nicht getan. Fast mein ganzes Leben wohne ich jetzt in diesem Haus und seit Gestern haben wir in der Wohnung – Mäuse!
Wie jeder weiss bin ich Tierfreund, solange sich die Vierbeiner an den für sie vorgesehenen Orten aufhalten. Unser Wohnzimmer gehört dazu jedoch definitiv nicht und so machte ich mich soeben auf um eine Nagetierfalle zu erwerben. Der Auftrag von Frau Mutter lautete eindeutig eine “Lebendfalle” aufzutreiben, was sich als garnicht so einfach herausstellte, denn im Heimwerkerladen meines Vertrauens gab es nur die Standart-Nackenbrecher Fallen. Im Bauhaus wurde ich dann fündig und erstand dieses Gerät:
Es handelt sich eigentlich um eine Rattenfalle, von der mir aber versichert wurde, dass sie sich auch für Mäuse eignet. Das will ich bei Anschaffungskosten von fast € 12 auch verdammt noch mal hoffen!
Wirklich an einen Erfolg glauben kann ich allerdings nicht… so blöd kann doch keine Maus sein. Ich vermute eher, dass es demnächst wieder auf einen direkten Zweikampf Mann gegen Bestie hinaus läuft. Mögen die Spiele beginnen…
Spontan hab ich mich gestern entschieden dem Feuerfels-Festival auf der nahegelegenen Teufelsburg einen Besuch abzustatten. Dort sollte es eigentlich mal wieder eine Tanzritualparty geben. Eigentlich vom Besuch überzeugt hat mich aber der Auftritt der saarländischen Mittelalter-Rockband Spielbann, über die ich ja schonmal berichtet hatte.
So betrat ich um kurz nach neun Uhr das Gelände der Burg. Von Fern konnte ich schon die Bässe von der Bühne herüberdringen hören. Eigentlich sollte die Show schon um acht beginnen. Kein Problem, vor Spielbann sollten noch zwei andere Gruppen spielen, die mich nicht so sonderlich interessierten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Mucke kam nämlich noch aus der Dose. Wegen organisatorischer Schwierigkeiten hatte sich alles etwas verzögert. Spielbann sollte nun zuerst spielen und waren gerade erst beim Soundcheck.
Das bot mir die Möglichkeit mich einmal am Met-Stand umzusehen, wo ich auch gleich zur Kostprobe eingeladen wurde. Aus dem Esslöffel durfte ich fünf verschiedene Metsorten von süß bis herb probieren. Die Sorte “Drachenblut” konnte mich überzeugen, und das gleich so sehr, dass ich mich für den Kauf einer ganzen Flasche des Gebräus (Kostenpunkt immerhin € 9) entschied.
Der Name ist bei dem Gesöff Programm. Zuerst hat man den bekannt süßen Metgeschmack im Mund, dann brennt es wie Feuer. Da die Pearl vor den Toren der Burg vor Anker Lag beschränkte ich mich auf einen halben Becher, für den Rest wird es sicher noch eine Stilvolle Gelegenheit geben.
Bis Spielbann dann endlich auf der Bühne stand war es weit nach zehn Uhr. Für mich hatte sich das warten aber gelohnt. Jede Menge Kracher vom aktuellen Album schmetterten durch die Ruine, während Fledermäuse zwischen den Mauern und dem klaren Sternenhimmel hin und her schossen. Klasse Musik, das kann ich nun auch aus erster Hand bestätigen. Den einzigen Minuspunkt muss ich an das Bühnenoutfit des Sängers vergeben, dass irgendwie mehr nach Rofu-Kinderland als nach Mittelalter aussah. Aber was solls, Nebensache. Der Sound stimmte, meine Lieblingssongs waren alle dabei und als Zugabe wurde der Subway to Sally Klassiker “Arche” in einer sehr schönen, langsamen Version gespielt. Runde Sache, die mich dann auch noch veranlasste 4 Euro in die Single “Rattenfänger” zu investieren, welche nun von den Autogrammen aller Bandmitglieder geziert wird. Die beiden anderen Bands habe ich mir dann nicht mehr angeschaut, da es mir zu spät wurde.
Da das nur drei Euro teurer war hatte ich mich für ein Kombiticket entschieden, mit dem ich heute noch Zutritt zu “Rock om Gau” und morgen zum Mittelalter Markt in der selben Location habe. Mal sehen was das Wochenende noch so bringt.
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