Archiv für Juni 2007

Landesrudel in Action

Es gab mal wieder Arbeit für die Seoneewölfe zu tun. Diesmal stand aber kein Wölflingslager, Meutenführertreffen oder sonst eine Pfadfinderaktion im eigentlichen Sinne auf dem Programm. Stattdessen machte ich mit meinen Landesrudelkollegen Genge und Philipp das ASTA Sommerfest der Uni Mainz unsicher, denn man hatte uns gebucht um dort die lieben kleinen ein bisschen zu bespaßen. Sacha Müller, der das Sommerfest mitorganisierte, hatte uns diesen Job vermittelt uns so war auch auf allen Flyern “Kinderprogramm in Zusammenarbeit mit dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder” angekündigt.

Donnerstag fuhr ich von Trier aus direkt nach Mainz. Die Bahn funktionierte ungewohnt gut und so stand ich pünktlich um kurz vor acht bei der frisch verheirateten Andi auf der Matte, wo ich zum schwenken und übernachten eingeladen war. Der Abend verlief gewohnt gesellig und am anderen Morgen machte ich mich auf zur Uni. Nach und nach trafen auch meine beiden Mitstreiter ein und gegen 16 Uhr starteten wir mit unserer Show. Erst suchten einige Eltern bei uns das Kinderschminken. Die überzeugten wir aber ziemlich schnell davon, dass wir nur ein Motiv schminken können: Footballer!

Usere Kluft lockte dann aber bald eine kleine Schar an Kindern an, mit denen wir eine Auswahl unserer Lieblingsspiele spielten, die Klampfe erklingen liessen auch noch eine kleine Naturkunde Einheit zwischendurch schoben.



Kinderprogramm, originally uploaded by dirty-t..

Den Eltern drückte ich währenddessen immer mal wieder BdP flyer in die Hand und eine Mutter erkundigte sich tatsächlich ob man uns für Kindergeburtstage mieten könne. :-)

Nach zwei Stunden waren die lieben Kleinen müde gespielt und wir konnten unseren Stand etwas früher als geplant einpacken. Anschließend genossen wir noch die mit unserem Engagement verbundenen Privilegien, wie Gratis Kaffee, Essen und Bier geniessen und konnten unser kleines Honorar einsteichen. Einfach verdientes Geld, so könnte es immer laufen.

Spielbann

auf zu Spielbann...

Im Moment herrscht mangel an Blogable Events. Deswegen haue ich heute mal ohne besonderen Anlass eine kleine Musik-Empfehlung raus: Spielbann!

SPIELBANN – das sind sechs Musiker, brachiale Gitarrenriffs und mittelalterliche Melodien. In der Mischung ergibt das einen explosiven Cocktail, der sich am Besten als Mittelalter-/Düsterrock beschreiben lässt und der das finstere Zeitalter in die Gegenwart zurück bringt.

Quelle: Spielbann.de

Aufmerksam wurde ich auf die Gruppe, deren Mitglieder fast alle aus dem Großraum Saarbrücken stammen, bereits Ende letzten Jahres. Bei einer der letzten “Tanzritual” Partys im mitlerweile geschlossenen Saarlouiser Szeneclub auf der Vaubaun Insel gab es einen kleinen Live auftritt, der mir ziemlich gut gefiel. Bei dieser Gelegenheit kaufte Caro sich das aktuelle Album Seelenfänger, welches sie mir dankenswerterweise ausgeliehen hat.

Der Stil lässt sich mit dem bekannterer Bands wie Schandmaul oder älteren Stücken von In Extremo vergleichen, ohne zu wirken als hätte man abgekupfert. Seelenfänger bietet eine gesunde Mischung an schnellen und langsamen Songs, die allesamt solide gemacht sind und auch bei mehrmaligem höhren nicht langweilig werden. In einige davon kann man auf der Bandseite auch reinhören. Ich empfehle für den Anfang “Die Reiter” um sich ein Bild über die Rockbarkeit zu machen, “Yasmin” für Freunde von Balladen und “Herrscher der Nacht” als Mittelding zwischen beiden.

Beim Hexentanz Festival habe ich Spielbann dummerweise verpasst und leider sind im Moment auch keine bestätigten Konzerte angekündigt, aber ich hab mal den Newsletter abboniert und werde mir bei Gelegenheit sicher ein ganzes Konzert anschauen gehen.

Fazit: Gute Musik aus der Region und mal wieder ein schönes Beispiel, dass es im Saarland noch mehr exportwürdige Güter gibt als Lyoner, Kohle und Oskar Lafontaine.

Textsharing

Was am Wochenende los war kann man schon beim Schneyra und beim Jan nachlesen. Gut so. Ich hätte eh keine Zeit zum bloggen, da ich seit heute Morgen für meinen ÄdP Zwischentest am lernen bin. Ohnen nennenswerten Erfolg, wie man leider sagen muss. Ich sehe schwer schwarz und gebe jetzt entnervt auf. Der Rest ist Schicksal.

Welcher Superheld bist du?

Dass in mir ein Superheld schlummert habe ich ja schon lange vermutet. Endlich weiß ich jetzt auch welcher es ist:

You are Spider-Man

You are intelligent, witty, a bit geek and have great power and responsibility.

Spider-Man
95%
Green Lantern
80%
The Flash
65%
Superman
45%
Robin
40%
Iron Man
40%
Batman
35%
Hulk
30%


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Zwischen Spidy und mir entdecke ich tatsächlich die ein oder andere Parallele. Der hat auch Probleme seine verschiedenen Leben unter einen Hut zu bringen und auch bei ihm leidet das Studium oft unter seiner Nebentätigkeit. Vom Stress mit Frauen wollen wir garnicht erst anfangen… :-) Und wie wir wissen ist es vom Superheldenoutfit bis zur Kluft nur ein kurzer Weg…

Thomas vs Frosch

Der Frosch wird diesen Tag nie vergessen, an dem er Captain Thomas Schnubel beinahe entwischt wäre!


Thomas vs Frosch, originally uploaded by dirty-t..

Heute Abend war es so weit. Nachdem er mich in der vorangegangenen Nacht erneut auf Trab gehalten hatte war es an der Zeit sich erneut dem Frosch zu stellen. Diesmal hatte ich mehr Erfolg. Nach einigem Suchen entdeckte ich mein Gegenüber unter der Teichpumpe sitzend. Als ich ihm diese Zuflucht genommen hatte konnte die eigentliche Jagd beginnen. Frösche sind verdammt flink, kann ich euch sagen! Trotzdem gelang es mir mit Hilfe moderner Technik, bestehend aus einem kleinen Plastikkasten und einem Kochlöffel (wofür ist man schließlich die dominante Spezies auf diesem Planeten?!), den Gegner in die Enge zu treiben und schließlich dingfest zu machen!

Frosch in der Falle

Und mal wieder steht es 1:0 für den Homo Sapiens. Der Frosch wird sich zweimal überlegen ob er sich nochmal mit jemandem anlegt, der Daumen hat!

Übrigens: Natürlich ist das Tier, für das ich während unseres Kampfes eine nicht zu leugnende Sympathie entwickelt habe, nicht in der Pfanne gelandet. Hier der Beweis, dass ich ihn wohlbehalten in die idyllischen Saarwiesen umgesiedelt habe.

Bin auf meinem Weg

Für den Schneyra:

  • 1) Bin auf meinem Weg schon so lang,
    zerschlagen und träg schon so lang.

    Bin müde und leer, will nach Süden ans Meer,
    bin auf meinem Weg ohne Wiederkehr, schon so lang.

  • 2) Seh die Kriege in Not, schon so lang,
    Ruinen und Tod, schon so lang.

    Seh die Tränen, die Wut, seh die Wunden, das Blut,
    erwürgt und verfault, was stark war und gut, schon so lang.

  • 3) Seh die Welt oft im Traum schon so lang,
    als Pilzwolkenbaum, schon so lang.

    Euch ihr Herren der Welt, eure Lügen, den Mord
    an Millionen, die glauben an euer Wort, schon zu lang.

  • 4) Nicht nur Greuel geschehn, schon so lang,
    hab die Liebe gesehn, schon so lang,

    seh die Hoffnung, den Mut, seh den Glauben, die Glut
    und was sich in Gesichtern von Kindern tut, schon so lang.

  • 5) wie 1)

    Melodie: A. Campbell, deutscher Text: Hannes Wader

    Den Text zu finden war garnicht mal einfach. Frau und Karl-Heinz haben mich im Stich gelassen, der Liederbock hat dann geholfen.

    Auch hier wieder der Disclaimer:

    Ich hoffe mit der Veröffentlichung niemandem auf den Schlips zu treten und will damit auch keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand nicht möchte, dass der Text hier steht: bitte Mail an mich.

    Dieser Beitrag ist somit auch von der Creative Commons Lizens ausgenommen! Alle Rechte am Text liegen bei dessen Urhebern.

    Eric auf der Burg

    Einen der schönsten Konzertabende der letzten Zeit hatte ich gestern mit Caro auf der Burgruine in Illingen. Dorthin war Subway to Sally Frontman Eric Fish ausgewichen, nachdem ein Auftritt auf der Vauban Insel in Saarlouis unmöglich geworden war.

    “Da haben sich irgendwelche Spiesser ein Häuschen gebaut und die haben Angst, dass das zu laut wird.”

    Auf der Burg
    Dem Ambiente hat der andere Ort keinen Abbruch getan. Der Innenhof der Burg bot eine sehr schöne Kulisse, was durch die schlichte Bühnengestaltung nur mit ein paar Kerzen noch untermalt wurde.
    Als wir ankamen hatten es sich schon einige Leute mit Decken auf dem Boden gemütlich gemacht. Wir schlossen uns an und teilten uns eine Isomatte. Die Entscheidung sich zu setzen sollte eine gute gewesen sein…

    Begegnung
    Pünktlich gegen halb neun trat Eric Fish dann auf die Bühne, erstmal nur um Daniel Schulz, der ein kleines Vorprogramm spielte anzukündigen. Die zum Teil sehr kritischen Lieder gefielen und passten ins Programm. Was Eric Fish in der Zeit machte hat Caro rausgefunden. Beim Verlassen der Toilette registrierte sie jemanden, der ihr bekannt vorkam und grüßte mit “Hallo”. Das gegenüber grüßte zurück und fügte noch ein “Schick” hinzu, weil Caro grade an ihren Haaren am zuppeln war. Erst da registrierte sie, dass es Eric Fish persönlich war, der ihr da Komplimente machte. :-) Wieder was zu erzählen.

    Part One
    Bei bestem Wetter fing etwa um viertel nach neun das Hauptkonzert an. Begonnen wurde mit ein paar Liedern vom neuen Album “Gegen den Strom”, dass mir ziemlich gut gefällt. Aber auch die älteren Songs kamen nicht zu kurz, so dass die Stimmung schnell den langanhaltenden Höhepunkt erreichte. Eric und seine mitlerweile recht ansehnliche Schar von Begleitmusikern haben das Publikum echt begeistert. So still hab ich das Publikum auf Konzerten während der Lieder selten empfunden. Caro und ich bemerkten übereinstimmend, dass der zweite Gittarist, der durchaus mal zwischen zwei Liedern zum urinieren hinter die Bühne verschwindet, irgendwie was von Captain Jack Sparrow hat, seine Stimme aber eher an Bela B. erinnert. Ausserdem spielten noch ein Pianist, ein Cellist und eine dritte Gitarre/Mundharmonika mit, was sich ziemlich perfekt ergänzte.
    Die ersten anderthalb Stunden vergingen wie im Fluge, und als ich mich seelisch bereits drauf einstellte, dass diese schöne Veranstaltung wohl bald zu Ende gehen würde sprach Eric auf einmal davon, jetzt eine Pause machen zu wollen. Tatsächlich gab es eine kleine Unterbrechun, die Caro und ich nutzten um Geld am Merch Stand zu lassen. Und dann ging es weiter.

    Part Two
    Den Beginn der zweiten Hälfte fand ich einfach nur Klasse. Eric sass allein mit seiner Gitarre auf der Bühne und ich fühlte mich irgendwie an ein Hannes Wader Konzert erinnert. Dazu trugen wohl vor allem die in Pfadfinderkreisen bekannten Lieder “Bin auf meinem Weg schon so lang” (einer meiner All-Time Favourits) und “Weit in der Champagne” bei. Gänsehaut… Später kamen die Begleitmusiker wieder hinzu und es wurde eine Mischung aus Irish Folk, Eric Fish Songs und auch ein paar Subway Titeln gespielt. Fantastische Musik, der ich locker noch 3-4 Stunden hätte zuhören können.

    Finale
    Ich weiß nicht wieviel Uhr es war, als zum ersten mal das “Letzte Lied” angekündigt wurde, jedenfalls hielt es zu diesem Zeitpunkt niemanden mehr am Boden. Standing Ovations für diese Handvoll toller Musiker, die sich nun noch zu 6 (in worten: sechs!) Zugaben überreden liess, die auch von einigen Leuten zum tanzen genutzt wurden. Beendet war die Show um viertel nach eins. Alles in allem haben wir also fast fünf Stunden auf der Burg verbracht, wovon Eric Fish eine reine Spielzeit von dreieinhalb Stunden hatte. Ich hätte noch länger bleiben können.

    Du surfst zu viel übers Uni-Netz

    … wenn du an deinem freien Morgen aufwachst, die Rechenkiste anschmeisst und dich dann fragts, warum zur Hölle der verdammte VPN-Client keine Verbindung zum Campus W-Lan Netz herstellt.

    Froschschenkel

    Meine Einstellung zu allerlei Getier ist vielen ja bekannt, und auch die Probleme die sich aus dieser, in Kombination mit der Affinität meiner “Mitbewohner” zu Ungeziefer des öfteren ergeben.
    An die verdammten, stinkenden, mein Erbe wegfressenden und in jeder Beziehung überflüssigen Ratten beiden Frettchen habe ich mich ja fast gewöhnt.
    Seit gestern gibt es im Wallerfanger “Zoo zur Gartenstrasse 5″ nun eine neue Attraktion. Ins Aussengehege, dass früher mal unser Garten war, ist ein Frosch gezogen. Das an sich fände ich noch nicht so schlimm, ich komme eh selten dazu in den Garten zu gehen, unsere Wege würden sich also selten kreuzen.
    Viel mehr stört mich, dass Frösche offensichtlich die Gesetze der Akkustik ausser Kraft setzen können. Anders jedenfalls kann ich mir nicht erklären wie ein untertellergroßes Tier solch einen Lärm erzeugen kann, dass man es in der ganzen Straße hört. Bis in mein Zimmer scheint der Krach nicht vorzudringen. Dafür erwarte ich minütlich die ersten Beschwerden der Nachbarn. Gut, dass ich die einfach weiter verweisen kann…

    Udate:
    Von wegen nicht bis in mein Zimmer! ARGH! Heute Nacht musste ich mit verrammeltem Fenster, geschlossener Tür und trotzdem noch nervigem Quak-Geräusch nächtigen. Des weiteren meldet sich bei mir gerade ein verstaubtes Halbwissen aus meinem Mittelstufen-Biologieunterricht. Frösche locken doch, wenn ich mich richtig erinnere, durch Quaken Geschlechtspartner an?! INVASION!?!? Dem werde ich ein Ende bereiten, bevor es zu spät ist. Die Erlaubnis die Kröte zu fangen und in die nahegelegenen Saarwiesen umzusiedeln hab ich mir bei den Zoodirektorinnen schon geholt… wir werden berichten!

    Update 2: Der Frosch ist noch immer auf freiem Fuß! Ein erster Fangversuch blieb ergebnislos, da ich ihn einfach nicht gefunden habe. Morgen werden also schwerere Geschütze aufgefahren… Heute bekam ich bei meiner Jagd prominente Unterstützung.

    Vermisst: Tanja Gräff



    Tanja, originally uploaded by dirty-t..

    Es passiert ja viel auf der Welt, aber selten in meinem direkten Umfeld. Heute habe ich nun erfahren, dass eine meiner Kommilitoninnen seit Donnerstag vermisst wird. Ich kenne das Mädel zwar nur vom Sehen her, trotzdem möchte ich hiermit einen Beitrag leisten dass sie wohlbehalten wieder zu Hause ankommt. Vielleicht hat ja jemand was bemerkt.






    Zeo