Heute hielt Professor Heinz Klippert von der Uni Landau einen Gastvortrag im Trierer Audi Max. Klippert ist so etwas wie der “Lehrmethoden Guru” Deutschlands und hat bereits einige Bücher zu dem Thema geschrieben. Auch ich befand mich unter den (grob geschätzt) 600 Zuhöhrern. Der hoffnungsvoller Titel der Veranstaltung: Lernen fördern – Lehrer entlasten.
Vorgestellt wurden Methoden, die darauf basieren den Schülern mehr Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übertragen und gleichzeitig den Vorbereitungsaufwand für die Lehrperson zu minimieren. Ich will garnicht so sehr ins Detail gehen. Grob gesagt ging es darum, vom Lehrer- und Stoffzentrierten Unterricht weg zu kommen und den Schülern zu mehr Eigenverantwortung zu bringen, was richtig angewand zu bessereren Kommunikations-, Präsentations- und sozialen Fähigkeiten fürhren soll.
Die vorgestellten Methoden kamen mir auf Anhieb logisch und sinnvoll vor. Auch die Umsetzung im Unterricht halte ich (als noch weitgehender Laie) für durchaus möglich. Probleme sehe ich eher bei etwas, was gegen Ende des Vortrags zur Sprache kam: Das ganze funktioniert nur, wenn an einer Schule alle, oder zumindest eine gewisse Gruppe, an einem Strang ziehen. Ich kann mir aber vorstellen, dass die nötigen Veränderungen bei eingen alt eingesessenen Lehrern auf wenig fruchtbaren Boden fallen. Nicht ganz unverständlicherweise, wie ich einräumen muss. Deshalb vermute ich, dass es bis die Reform das “real life” Bildungssystem erreicht hat, wohl noch eine Generation dauern wird.

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