Fortschritt Examensarbeit (Update 3)

Fortschritt

Letztes Update: 8.2.

So, Ende. Das Konzept “intrinsische Motivation” hat versagt. Belohnungslernen ebenso. Es bleibt nur eine Möglichkeit: Schaffung negativer Kontingenzen.

Aber der Reihe nach. Wie einigen meiner Leser bekannt sein dürfte schreibe ich gerade an meiner Staatsexamensarbeit. Wie ebenfalls bekannt sein dürfte neige ich zur Prokrastination. Aber damit ist jetzt Schluss! In diesem Post könnt ihr ab sofort live meinen Fortschritt mitverfolgen. Die oben angezeigten Balken zeigen an wie viel geschaffte ist (gelb) und wie viel insgesamt zu schaffen ist (blau). Die Zahlen sind Prozente, bezogen auf die mindestens geforderte Seitenzahl. Das wird ab sofort in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Sollten Fortschritte ausbleiben bitte ich um verbale Arschtritte in den Kommentaren.

Dinosaurier

Zwar ist „13 Semester“ nicht unbedingt ein Film, den man im Kino gesehen haben muss, aber dennoch mal wieder ein Zeichen dafür das auch in Deutschland gute Filme produziert werden. (Hervorhebung von mir.)

So schreibt heute der Schneyra und dem schließe ich mich an. Schon im Dezember habe ich mir eine andere Deutsche Produktion angesehen und war ziemlich begeistert. Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus heißt der aktuelle Film von Leander Haußmann, in dem neben Daniel Brühl als Skrupellosem Jungbänker auch die halbe Familie Haußmann mitspielt. Sehr überzeugend auch Tom Gerhard als Direktor des Altersheim, in dem sich ein Großteil der Handlung abspielt.

Der Plot in aller Kürze: Bank nimmt alter Dame Haus weg, die muss ins Altersheim, findet dort einen Haufen nicht mehr ganz so rüstiger Rentner vor, die sich zusammentun um das Haus der guten Frau zurück zu erobern. Dazu tragen alle etwas bei, jeder auf seine eigene skurrile Weise. Trailer gefällig?

Edit Das Video startete bei Aufruf dieser Seite leider automatisch. Das nervt, deshalb ist es raus geflogen.

Die Idee, ins Kino zu gehen, war damals sehr spontan und eigentlich nur eine Notlösung weil unser eigentliches Ausflugsziel, das Schillerhaus in Jena, unangekündigt Urlaub gemacht hat. Umso angenehmer war ich von dem Film überrascht, der mich mehrfach zu lautem Gelächter gebracht hat. Sehenswert!

Du sollst nicht stehlen (Update)

In aller Kürze: Heute, zwischen acht und halb neun, wurde an der Pearl das Seitenfenster, Fahrerseite, eingeschlagen und das Navi geklaut.

Wenn ich als guter Christenmensch nicht dem Gebot der Nächstenliebe und der Vergebung verpflichtet wäre, würde ich jetzt vermutlich so was schreiben:

Möge der elende Dieb ersäuft, geköpft, gevierteilt, gehenkt und verbrannt werden. Möge er ferner zur Hölle fahren, wo er an einem glühenden Speer über ein Feuer gehängt und langsam gegrillt werde, während er sich die komplette Heino-Diskografie in Endlosschleife anhören muss.

Wie gesagt. Wenn ich kein guter Christenmensch wäre.

So bleibt mir nur übrig, den weisen Deus X. Machina aus “Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär” zu zitieren, der daeinst so trefflich formulierte: Städte sind das letzte.

Update: Der Fall nimmt grad ganz neue Dimensionen an. Wenn es nicht irgendwo liegt, wo ich gar nicht mit rechne, haben die Arschlöcher auch noch mein – man halte sich fest – HALSTUCH GEKLAUT!!! Vom Innenspiegel! Samt Klötzchen! Argh!
Wenigstens weiß ich jetzt, wie die Dinger immer bei eBay landen.
Also, wo ist dieser Affe? Ich will auf irgendwas schießen!

Woran man merkt, dass man innerlich Kind geblieben ist.

Man macht einen Schrank auf und denkt, man habe aus versehen sein Weihnachtsgeschenk gefunden. Dann freut man sich, weil es was wirklich tolles ist. Und dann ist man enttäuscht, weil man erfährt, dass es das Geschenk für Mutterns Patenkind zur Taufe ist…

Ich will auch ein Käpt’n Blaubär-Kinderbesteck, verdammt!

Modul 2 ist tot. Lang lebe Modul 3.

Noch einen Monat, dann lege ich die Abschlussprüfung in den Bildungswissenschaften ab. Grade habe ich den letzten Text im so genannten Modul 2 zusammen gefasst. Modul zwei hat sich immerhin mit einer blumigen Metapher einem blumigen bildhaften Vergleich verabschiedet, den ich mit der Welt teilen möchte.

“Das Internet verhält sich zu Lernen wie ein Supermarkt zu einem guten Essen.”

Fantastisch! Darauf kann ich einen weiteren Vergleich aufbauen, der meine Momentane Lernmotivation beschreibt: Wenn Lust zu lernen wie ein gutes Essen ist, muss ich jetzt mal kurz brechen gehen. Wer mich sucht, ich bin auf dem Klo.

Thomas Allein auf dem Amt

Heute war ich im hässlichsten Gebäude der Stadt Saarlouis: Dem Finanzamt.

Alles was ich dort erlebt habe erklärt uns heute Reinhard Mey.

Vote Yes

Irland hat heute den Vertrag von Lissabon ratifiziert. Ich bin ja nun schon eine weile zurück und war echt gespannt auf des Ergebnis. Der Wahl- beziehungsweise Abstimmungskampf dort wurde ziemlich emotional und ausgiebig geführt. Da hing echt an jeder Ecke ein Plakat mit Vote Yes oder Vote No. Ein paar Beispiele:

vot yes

Mal sehen was jetzt Polen und Tschechien machen.

Catch it! – Bin it! – Kill it!

Weil es wirklich nicht viel neues vom diesjährigen Irlandaufenthalt zu erzählen gibt hier einfach mal ein paar Tips zur Schweinegrippevorbeuge.

Kill it!

Fassen wir zusammen: Beim Niesen die Hand vor den Mund, verrotzte Taschentücher in in den Müll und ab und an mal die Dreckspfoten unter Wasser halten. Mir hat sowas die Oma beigebracht, aber per Plakataktion geht es natürlich auch. In die selbe Richtung geht das hier:

Kill it!

Das letzte zeugt zumindest von ein bisschen Humor, meiner Ansicht nach eh das einzige, was gegen Schweinegrippe hilft.

Live aus dem Bus

Der Adler ist gelandet! Nachdem ich am Flughafen völlig überraschend meine Kommilitonin Andrea getroffen habe, deren Freund heute ebenfalss zum Auslandsaufenthalt aufgebrochen ist, ging es gewohnt flott nach Dublin. Am Flughafen hab ich mit Thomas (Ja, Andreas Freund heißt auch so und ja, allerweltsnamen sind blöd) noch den Begrüßungscocktail genommen und jetzt sitze ich im Bus nach Galway. WTF? Jetzt sitz er im Bus? Ja! Hier im Bus gibt es kostenloses W-LAN! Wilkommen im 21. Jahrhundert. Da könnte sich die SWT mal ei Stück abschneiden.

Was war los?

Wie bitte? Nur ein Eintrag seit dem 2.5.?! Wurde dieser Blog in ein Raum-Zeitliches Vakuum gesogen, und hat dadurch ein komplettes Semester übersprungen? Nein. Die erklärung ist wesentlich banaler:

Ich war in geheimer Mission für ihre Majestät unterwegs.
Nein? Hmm…

So ein alter Kerl mit Bart hat mir einen Ring angedreht, den musste ich in einen Vulkan werfen gehen!
Auch nicht? Lass mal überlegen…

Na gut, na gut. Sehen wir der Sache ins Auge: Ich hatte nicht besonders viel Bock zu bloggen. Jede Menge Unistress und Pfadfinderaktionen taten ihr übriges und da hab ich es eben gelassen. Genug zu berichten hätte es auf jeden Fall gegeben. Hier nur ein kurzer Abriss des Sommers.

Musikalisch:
Wacken ist vorbei, mal wieder. Schade eigentlich. Dieses Jahr war ich einen Tag früher da, in der altbewährten Besetzung. Vom Lineup her dachte ich eigentlich, dieses Jahr wäre weniger für mich dabei, als im letzten. Dem war dann aber ganz und garnicht so. Ich habe viele geniale Konzerte gesehen, die einzeln zu erwähnen jetzt wohl nicht mehr so viel Sinn ergäbe. Auf jeden Fall ist die Karte für nächstes Jahr schon bestellt.

Pfadfinderisch:
Ich weiß, ich neige dazu mit Superlativen um mich zu werfen, wenn es um Landeswölflingsaktionen gibt. Aber das diesjährige LaWöLa braucht sich echt nicht hinter seinen Vorgängern zu verstecken. Atlantis war mein zehntes LaWöLa in Folge und ich hatte wirklich außerordentlich viel Spaß. Die Kinder, denke ich, auch.

Dann war auch noch Bundeslager. Zu Bundeslagern hab ich ja eigentlich ein zwiespältiges Verhältnis. Ich finde die Stimmung dort immer toll, die riesige Zeltstadt faszinierend und ich freue mich immer, viele alte Bekannte dort wieder zu sehen. Was mir bei der Geschichte bisher immer gefehlt hat, war eine schöne und interessante Aufgabe. Die habe ich in diesem Jahr in der Gelben jurte gefunden. Das kann ich mir für 2013 wieder vorstellen. Danach fahr ich da vermutlich eh im Wohnmobil hin.

Universitär:
Da war so einiges los, diesen Sommer. So ganz nebenbei habe ich mein letztes Praktikum hinter mich gebracht. Das Fachpraktikum war eine, wenn nicht die beste Veranstaltung meines ganzen Studiums. In dem semesterbegleitenden Praktikum hatte ich, mit sechs weiteren Praktikantinnen, erst einige theoretische Sitzungen im Trierer Studienseminar für das Lehramt an Gymnasium. In diesen wenigen Wochen habe ich, ungelogen, mehr über Unterrichtsplanung gelernt als im kompletten BW Studium. Das wurde dann auch gleich umgesetzt. Gemeinsam haben wir eine kleine Reihe zu Dürrenmatts Besuch der Alten Dame in einer zehnten Klasse am AMG in Trier gehalten. Von meiner Stunde waren sowohl die Schüler als auch der Praktikumsbetreuer sehr begeistert, auch deshalb, weil es mal eine etwas andere Stunde war, mit Theaterpraktischer Herangehensweise an den Text.

So ganz nebenbei habe ich in diesem Semester auch noch alle übrigen Kurse belegt, die mir noch gefehlt haben. So habe ich auch die letzten vier Wochen beinahe durchgängig am Schreibtisch verbracht, um meine letzten drei Hausarbeiten zu schreiben. Die sind am Freitag im Briefkasten gelandet.

Wie geht es also weiter mit meinem Studium? In der zweiten Novemberwoche habe ich Abschlussprüfung in den Bildungswissenschaften, was noch ein ganz schöner Kraftakt wird.
Danach geht es dann munter weiter mit Examensarbeit und allen möglichen Abschlussprüfungen.

Erstmal aber, geht es jetzt noch mal einen Monat nach Irland. Ob ich diesmal so viel berichten kann weiß ich noch nicht, ab und zu wird man aber sicher von mir hören.






Zeo